Luca Eck: Industrial Techno trifft auf experimentelle Popmusik

Luca Eck: Industrial Techno trifft auf experimentelle Popmusik

Luca Eck gilt als eines der vielversprechendsten Talente einer neuen Generation von Künstlern. Mit kompromisslos harten und doch tief emotionalen Sounds begeistert Luca Menschen auf der ganzen Welt, zeigt aber auch persönliche Seiten. Wie auf der neuesten EP „Quantum State“, die viele Aspekte aus dem Leben reflektiert.

Luca Eck möchte Emotionen wecken

Bereits im Alter von elf Jahren begann Luca Eck mit dem Schreiben und Produzieren elektronischer Popmusik, bevor 2017 der Fokus der musikalischen Arbeit auf das Techno-Genre gerichtet wurde. Als vielversprechendes Talent, das zwischen Glasgow und der Heimatstadt Berlin lebt, ist es ein Ziel, bei den Leuten auf der Tanzfläche Emotionen zu wecken, die über die Euphorie eines Clubbesuchs hinausgehen.

Luca Ecks Veröffentlichungen sind immer sehr persönliche Werke, wie wir auch auf der neuesten EP „Quantum State“ hören. Dort wollte Luca auf einer klanglichen Ebene einfangen, was es für viele verschiedene Aspekte des Lebens bedeutet, nicht-binär zu sein. Manchmal sei etwa ein Track mit einer eindeutigen Botschaft verbunden, wie zum Beispiel in „Whenever I Open My Eyes It’s You That I Want To See“, in dem reflektiert wird, wie die neu gefundene Identität die Beziehung mit der Freundin beeinflusst.

„Quantum State ist eine klangliche Umarmung meiner nicht-binären Identität. Es drückt eine Vielzahl von Erfahrungen auf einmal aus, es geht um den Raum außerhalb des Binären, um Fluidität. Um Kombinationen, Überschneidungen, Hybride, Fusionen, Mischungen und Kreuzungen. Identität als Plural. Die Widersprüche in sich selbst als Einheit zu akzeptieren.“

Luca Ecks neues Label 2626 Group

Die EP ist auf Luca Ecks brandneuem Label 2626 Group erschienen und das ist ein großer Schritt gewesen – sowohl auf fachlicher als auch auf persönlicher Ebene. Luca erklärte, dass in der Vergangenheit oft das Gefühl zum Vorschein kam, dass die eigene musikalische Identität dem Label, auf dem die Tracks veröffentlicht wurden, untergeordnet werden musste. Luca habe festgestellt, dass die Wahrnehmung als Künstler in der Szene zweigeteilt gewesen sei: einerseits zu techno und andererseits zu poppig. Diese Erfahrung habe dazu geführt, die Idee abzulehnen, dass sich zwei Gegensätze gegenseitig ausschließen müssten. Daher hat Luca ein eigenes Label, 2626 Group, gegründet.

In Zukunft soll das Label ein Zuhause für Musik am Schnittpunkt von experimenteller Popmusik und dunklerer Clubmusik sein. Es soll einer Vielzahl verschiedener Genres eine Plattform bieten, aber dennoch das Crossover zwischen popartigem Storytelling und hartem elektronischem Sounddesign als Zentrum beibehalten.

Luca Eck: Zukunft, Ziele und Träume

Die Zukunft bringt aber noch viel mehr und besonders freut sich Luca Eck auf das Release des Remixes für Rieko Whitfield. Dieser Remix werde Teil einer Performance sein, die von Rieko und der Tänzerin Yen-Ching Lin in der Zabludowicz Collection in London aufgeführt werde. Aber es ist noch sehr viel mehr geplant, wie uns Luca verraten hat:

„Ich arbeite außerdem noch gemeinsam mit verschiedenen deutschen Rapper*innen an Tracks, die Rap und Techno verbinden. Auf lange Sicht bleibt mein Fokus weiterhin der Aufbau meines gemeinsamen Projekts mit Nur Jaber. Wir ergänzen uns musikalisch perfekt und haben eine unglaubliche Verbindung, die es uns ermöglicht, auf der Bühne und im Studio etwas Besonderes zu schaffen.“

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Einer der größten Träume von Luca für die Zukunft sei es, nicht nur experimentelle Pop-Einflüsse in Techno-Tracks einzubringen, sondern auch Techno-Einflüsse in die Popsongs von morgen durch Kollaborationen mit einigen Lieblingssänger*innen aus anderen Genres zu integrieren. Mit dem Release von „Bloodstone“ sei Luca diesem Traum bereits ein Stück nähergekommen. Während viele andere Ziele wie Auftritte bei Boiler Room, im Berghain oder auf dem Dekmantel Festival mit dem Touren zusammenhängen, wolle Luca auch gerne mehr für andere Künstler*innen produzieren, um einen Ausgleich zur intensiven Touraktivität zu schaffen.

Fotocredits:
Produced by Vessel Video
Director/Photographer: Paris Seawell
Producer/Stylist: Detroit Law
Hair Artist: Ponyboy Glasgow
Make-Up Artist: MV Brown
Production Assistant: Hayley Drummond
Clothes: Joshua Rogers, Iga Kampa
Jewellery: Sapiensi

Luca Ecks intuitiver Prozess des Produzierens

Luca Eck beschreibt den musikalischen Produktionsprozess als eine Möglichkeit, innere Gefühle und Erinnerungen widerzuspiegeln. Dabei wählt Luca Klänge, Akkorde und Noten, die am besten mit dem emotionalen Zustand harmonieren. Das Ziel ist es, sich in einen Zustand zu versetzen, in dem intuitiv mit den Klängen experimentiert wird und sie manipuliert werden, um den inneren Zustand zum Ausdruck zu bringen. Luca stellt sich das gerne so vor, dass Filmmusik für eine Erinnerung, ein Erlebnis oder sogar eine Vorstellung im eigenen Kopf geschrieben wird.


Franz Liesenhoff

Franz Liesenhoff

Head of Editorial / franz@djmag.de