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LARI LUKE rechnet mit der Szene ab: „Es ist so scheinheilig“

LARI LUKE rechnet mit der Szene ab: „Es ist so scheinheilig“

Während Festivals und Clubs gerade reihenweise ihre Line-ups ändern, meldet sich LARI LUKE mit einer direkten Ansage zu Wort. In einem Video spricht sie von Heuchelei, PR-Sätzen und einem System, das lange weggeschaut habe. Ihr Punkt: Ein paar Namen zu streichen, ist leicht – echte Verantwortung beginnt dort, wo man Strukturen ändert.

„Ein Geständnis reicht nicht – und ein Rauswurf auch nicht“

Die vergangenen Tage haben gezeigt, wie schnell eine Szene in den Krisenmodus wechseln kann. Es gab Statements und Line-up-Updates im Stundentakt. Dabei klingen viele ähnlich: viel „Respekt“, viel „Safe Space“, viel „wir nehmen das ernst“. Und genau daran stört sich LARI LUKE.

In einem Statement spricht sie offen aus, was viele nur hinter vorgehaltener Hand sagen: Die aktuellen Reaktionen wirken auf sie „scheinheilig“. Nicht, weil Konsequenzen grundsätzlich falsch wären, sondern weil es wirkt, als sei das Problem plötzlich vom Himmel gefallen. LARI LUKE stellt die unbequeme Frage: Warum wirkt es jetzt so, als wäre all das neu? Und warum kommt die große moralische Klarheit erst, wenn der öffentliche Druck entsteht?

Ihr zentraler Vorwurf richtet sich dabei nicht nur an einzelne Personen, sondern an die Mechanik dahinter. Dass Dinge „normal“ geworden seien, obwohl sie es nie hätten sein dürfen. Dass man jahrelang mitgetragen, relativiert oder weggeschaut habe und jetzt sehr schnell auf den Reflex zurückfalle: ein paar Leute rauswerfen, ein Statement posten und weiter geht’s. In ihren Worten werden Menschen gerade „an den Pranger gestellt“, während das System, das das ermöglicht hat, im Kern unangetastet bleibt.

Was LARI LUKE fordert, ist keine zusätzliche PR-Schleife, sondern echte Konsequenz: Verantwortung übernehmen, Prozesse schaffen, Awareness ernst nehmen – nicht als Post, sondern als Praxis. Und eine Kultur, in der Grenzen nicht erst dann zählen, wenn Screenshots viral gehen.

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Das Statement ist damit weniger ein „News-Update“ als ein Spiegel der Stimmung: Wut und Enttäuschung, aber auch der Versuch, die Diskussion von Symbolhandlungen weg und hin zu der Frage zu ziehen, was in Clubs, auf Festivals und hinter den Kulissen tatsächlich passieren muss, damit „Safe Space“ mehr als ein Wort im Canva-Template ist.

Fotocredit: Press Pic

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