Am 25. September hat KUKO sein Debütalbum veröffentlicht. Mit „CATHARSIS“ schafft der Hard- und Industrial-Techno-Artist mit viel Tiefgründigkeit, angesagten Features und genreübergreifenden Crossovers etwas, das weit über harte Kicks hinausgeht: Er trifft ins Herz einer ganzen Generation. Wir haben das Album nicht nur mehrfach gehört, sondern auch gefühlt und uns auf KUKOs Reise mitnehmen lassen.
System gedribbelt und Szene erobert: Warum an KUKO gerade niemand vorbeikommt
Mit dem Durchbruch von Hard Techno hat sich KUKO innerhalb kurzer Zeit einen festen Platz in der Szene erspielt. Vor allem auf TikTok kommt man aktuell kaum noch an dem gebürtigen Kölner vorbei – dort, wo viele junge Raver ihren digitalen Feel-Good-Place gefunden haben. Seine Tracks prägen Trends, sammeln Millionen Views und sind von der For-You-Page längst nicht mehr wegzudenken.
KUKO hat verstanden, wonach diese Generation im Club und darüber hinaus sucht – und sein Erfolg gibt ihm recht: Mehr als 1,7 Millionen monatliche Spotify-Hörer, Support von Tiësto, Sara Landry, NOVAH und Nico Moreno sowie Shows beim Tomorrowland und EDC Las Vegas zeigen, welche Dimensionen seine Karriere inzwischen angenommen hat.
Zwischen Schmerz, Loslassen und Heilung: Das ist „CATHARSIS“
Mit seinem Debütalbum „CATHARSIS“ geht KUKO nun den nächsten großen Schritt – angekündigt hat sich der schon während des Festivalsommers. Stück für Stück hat er in die „CATHARSIS Season“ eingeladen, wie er diese neue Ära selbst nennt.
Den Startschuss gab der gleichnamige Titeltrack mit Tokio Hotel, den KUKO beim HIVE Festival erstmals gemeinsam mit Bill Kaulitz auf der Bühne performte. Ein Moment, der dank unzähliger Videos und Shares auch auf Social Media schnell seine Runde machte – und den Hype um ihn noch einmal auf ein völlig neues Level hob. Selbst wer mit Hard Techno bis dahin wenig anfangen konnte, dürfte spätestens bei dieser unerwarteten Kollaboration gespürt haben: Hier entsteht gerade etwas, das weit über einen viralen Moment hinausgeht. Als wenig später auch „Staub“ viral ging, wurde endgültig klar: KUKO hatte mit dieser neuen Ära einen Nerv getroffen.
Beide Tracks öffnen bereits die Tür in jene Welt, die KUKO auf seinem Debütalbum erschafft: emotional, düster und verletzlich, gleichzeitig aber gemacht für riesige Festivalstages. Denn „CATHARSIS“ bedeutet übersetzt so viel wie emotionale Reinigung – und genau darum dreht sich die Reise.
In 21 Tracks und fünf Kapiteln stellt sich KUKO Angst, Erinnerungen und lange verdrängten Gefühlen, um sie am Ende nicht auszulöschen, sondern anzunehmen und loszulassen. Dafür bewegt er sich zwischen Hard Techno, Industrial, Breakbeats, Hip-Hop und euphorischen Synthesizer-Passagen. Was KUKO damit geschaffen hat, lässt sich also nicht nur auf harte Kicks reduzieren. Es trifft genau dort, wo es wehtut – und manchmal eben auch heilt. Er übersetzt damit Gefühle einer Generation, für die oft die richtigen Worte fehlen.
„Dieses Projekt steht für eine kurze Flucht aus dem Leben. Einen Moment zum Durchatmen. Einen Moment des einfachen Seins. Ich möchte, dass die Menschen das Gefühl bekommen, etwas loslassen zu können.“
– KUKO
Fünf Kapitel, fünf Phasen, fünf Gefühlswelten
Den Anfang macht „The Damned“ – dort, wo sich Druck, Angst und viel zu lange verdrängte Erinnerungen angestaut haben. In „The Void“ geht anschließend jedes Gefühl für Raum und Zeit verloren, während Frauenarzt den Berliner Underground einbringt und Johannes Schuster an KUKOs Anfänge bei UNREAL anknüpft.
„The Ritual“ zieht uns mit düsteren Sounds, viel Energie und Features von Adrián Mills, Toximami und DJ Cringey zurück auf den Dancefloor – intensiv und gleichzeitig euphorisch. Mit „The Priest“ folgt die direkte Konfrontation mit der Wahrheit: zunächst wie ein Gegner, der am Ende jedoch nicht zerstört, sondern etwas im Inneren löst.
„Don’t Walk Away“ mit 9inebro führt dabei zurück zu KUKOs Kölner Wurzeln – inklusive eines Lyric-Parts, der bei vielen Mädels direkt Girlgroup-Erinnerungen wecken dürfte. Bei „Transcendence“ wird es schließlich ruhiger. Die Dunkelheit ist noch da, doch sie wird nicht länger bekämpft, sondern angenommen. Und genau darin liegt die eigentliche Katharsis: nicht vergessen, was war, sondern daran wachsen und sich innerlich befreien.
Fazit
Mit „CATHARSIS“ und seinen 21 Tracks gibt KUKO einer ganzen Generation das Gefühl, mit all ihren Emotionen nicht allein zu sein. Seine Musik wird zum Safe Space, in dem selbst Papas kleine Maus plötzlich aus sich herauskommt, ihr Selbstbewusstsein auslebt und sich verstanden fühlt.
Das Album ist tiefgründig, persönlich und abwechslungsreich – mit Höhen zum Eskalieren und Tiefen zum Heilen. Oder wie es der TikTok-Trend sagt: „I want someone who makes me feel like KUKO.“ Ehrlich? We get it.
Fotocredit: Press Pic

Autor
Julia Keiser
Head of Social Media, Head of Business Relations




