Immer am Smartphone...
Culture

Kommentar: Schaltet eure Smartphones während Festivals aus!

Kommentar: Schaltet eure Smartphones während Festivals aus!

Wusstest du schon...!?

Laut einer aktuellen Studie der DAK (Deutschen Angestellten Kasse) sind etwa 100.000 deutsche Jugendliche abhängig von ihrem Smartphone. Sie nutzen Dienste wie Whatsapp und Instagram so exzessiv, dass sie an ersten Suchterscheinungen leiden – die Ergebnisse sind laut dem DAK Vorstand alarmierend.

Marie

Marie

Autorin | Austrian Ambassador

 

M:[email protected]


Für viele ist das eigene Handy ein ständiger Wegbegleiter geworden. Egal, wo man hingeht, das Smartphone ist dabei. Aber muss das wirklich immer sein? Gibt es nicht auch Momente, wo man das Handy beiseite legen sollte? Unsere Redakteurin Marie findet: Ja. Warum? Das erklärt sie in einem Kommentar.

Smartphones beim Festival: Muss das sein?

Gleich vorweg: Sein Handy am Festival mitzuhaben, ist per se nichts Schlechtes. Es sollte sogar dabei sein – rein aus Sicherheitsgründen! Dennoch gibt es Momente, wo es fehl am Platz ist. Wer weiß, vielleicht habt ihr euch ja auch schon – so wie ich – durch Smartphones am Festival belästigt gefühlt?

Selfies, Videos und Co. nerven!

Manche Festivalgänger können es einfach nicht lassen und kleben ständig am Handy. Jeder Moment muss festgehalten werden, um ihn anschließend auf Sozialen Netzwerken zu teilen. Oft steht die Mediengeilheit über dem Festivalerlebnis.

Erst vor kurzem habe ich ein Festival mit Freunden besucht. Dort angekommen stand eine Schaar Jugendlicher vor dem Einlass – sie alle knipsten wie verrückt mit ihren Kameras und Handys. Schon wenig später begann der erste Act sein Set. Wie immer, stand ich mitten in der Festival-Menge, weil ich die Dynamik so liebe. Doch meine Freude sollte nicht lange andauern.

Warum? Da ein junges Mädchen satte drei Minuten ihr Handy in die Höhe hielt, alles nur um das „perfekte Video“ zu bekommen. Was ihr dabei völlig egal war: Meine Sicht auf die Bühne, selbst dann, als ich sie gebeten hatte, es wegzustecken.

HandyamFestival

Ablenkung ist vorprogrammiert

Wer kennt es nicht? Smartphones lenken uns ab, auch am Festival. Anstatt sich voll und ganz der Musik zu widmen, starren wir lieber auf unsere Handys und posten Bilder oder checken Instagram Stories ab. Dabei wäre es doch so schön, das Festival-Feeling mit all seinen Sinnen wahrzunehmen und die Zeit mit seinen Freunden zu genießen.

Das sogenannte „FOMO“ ("Fear Of Missing Out“) Phänomen prägt unsere Gesellschaft. Die Angst etwas zu verpassen oder nicht online zu sein, ist sogar am Festival ein großes Thema.

Künstler fühlen sich gestört

Abgesehen davon, dass sich einige Festivalgänger durch Smartphones und Co. belästigt fühlen, stören sich auch einige Künstler an den Mobilgeräten. In einem Interview mit Beats 1 spricht Jack White (Ex-Bandmitglied der White Stripes) darüber, dass es als Künstler nicht gerade einfach ist einen Gig zu spielen, wenn das gesamte Publikum am Handy hängt.

Vor allem das Feeling und die Reaktionen der Menschen auf die Musik fehlen dabei. Denn, woher soll ein Künstler wissen, welchen Song er als nächstes spielt, wenn die Menge mit chatten beschäftigt ist?

„I am like well, I don’t know what to do now, am I supposed to do a heavier, a faster song ... do you want me to play acoustic – or do you want me to leave?“

Wort zum Schluss

Handys am Festival sind gut, wenn sie aus Sicherheitsgründen genutzt werden – das steht außer Fragen. Anders ist es allerdings, wenn sich Festivalgänger durch die Smartphones belästigt fühlen oder Künstler nicht mehr respektiert werden. Sein Handy für einen Abend lang in der Hosentasche zu lassen schadet nicht. Außerdem ist es unglaublich befreiend – probiert es doch selbst beim nächsten Mal aus!

Credit: Tomorrowland

Wusstest du schon...!?

Laut einer aktuellen Studie der DAK (Deutschen Angestellten Kasse) sind etwa 100.000 deutsche Jugendliche abhängig von ihrem Smartphone. Sie nutzen Dienste wie Whatsapp und Instagram so exzessiv, dass sie an ersten Suchterscheinungen leiden – die Ergebnisse sind laut dem DAK Vorstand alarmierend.

Marie

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Autorin | Austrian Ambassador

 

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21.05.18 19:13