Zum Hauptinhalt springen

KI, Karrieren und Erfolgsdruck: Beim ADE 2026 geht es hinter die Kulissen der DJ-Welt

KI, Karrieren und Erfolgsdruck: Beim ADE 2026 geht es hinter die Kulissen der DJ-Welt

Armin van Buuren diskutiert mit Jean-Michel Jarre über Technologie, Todd Terry trifft auf den KI-Musikdienst Suno und Afrojack spricht über den Druck im Musikgeschäft. Das vollständige ADE-Pro-Programm steht. Zum 30-jährigen Bestehen rückt das Amsterdam Dance Event damit auch die Menschen und Entscheidungen hinter der Musik in den Mittelpunkt.

Was macht Technik mit der Musik?

Wer selbst Musik produziert, kennt diesen Moment: Ein ungewohnter Sound bringt plötzlich eine Idee in Gang. Man dreht weiter, probiert etwas aus und landet ganz woanders als geplant. Die Werkzeuge im Studio prägen mit, welche Musik dort entsteht.

Genau darüber sprechen Armin van Buuren, Jean-Michel Jarre, Lady Starlight und JakoJako am 21. Oktober im Rosewood Amsterdam. „Music & Machines“ bringt vier unterschiedliche musikalische Lebenswege zusammen. Es geht darum, wie sich ihre Arbeit mit Technik verändert hat und wie sie Instrumente für ihre eigenen Ideen nutzen. Gerade diese unterschiedlichen Erfahrungen versprechen ein Gespräch, das über die Frage nach dem nächsten neuen Studiogerät hinausgeht.

Die Runde gehört zum inzwischen vollständigen Programm von ADE Pro, dem Konferenzbereich des Amsterdam Dance Event. Vom 21. bis 25. Oktober 2026 feiert das ADE sein 30-jähriges Bestehen. Bereits im Juli hatten wir über erste Schwerpunkte mit Mochakk, SPFDJ und Paul Hartnoll berichtet. Jetzt stehen auch die letzten Ergänzungen fest.

Instagram Post blockiert

Um diesen Inhalt zu sehen, erteile bitte deine Zustimmung für Marketing-Cookies.

Todd Terry trifft auf Suno

Besonders viel Gesprächsstoff dürfte künstliche Intelligenz liefern. Für Musiker hängen daran sehr konkrete Fragen: Welche Arbeit möchte ich einem Programm überlassen? Was gehört zu meiner eigenen Handschrift? Und wer entscheidet, unter welchen Bedingungen solche Systeme entwickelt und eingesetzt werden?

Am 23. Oktober sprechen House-Pionier Todd Terry und Paul Sinclair, Chief Music Officer bei Suno, über Chancen und offene Fragen rund um KI in der Musik. Das ADE arbeitet für diese Session mit Suno zusammen. Der Anbieter sitzt damit als Gesprächspartner auf der Bühne und ist zugleich Partner des Formats.

Bereits am Vortag kommen unter anderem Vertreter von NVIDIA, Deezer, SoundCloud, Splice und FL Studio zusammen. Sie sollen erklären, was ihre Unternehmen entwickeln, wo sie Grenzen ziehen und an welchen Punkten ihre Interessen auseinandergehen. Für die Zuhörer dürfte besonders interessant sein, wie konkret die Antworten ausfallen. Schließlich wirken sich die Entscheidungen dieser Unternehmen unmittelbar auf die Werkzeuge und Plattformen aus, mit denen Artists arbeiten.

Einen Einblick in die kreative Praxis verspricht Max Cooper. Er spricht über die Entwicklung seiner audiovisuellen Shows und Installationen sowie die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Architekten und Visual Artists. Hier lässt sich die Technikfrage an einem konkreten künstlerischen Prozess weiterdenken.

Instagram Post blockiert

Um diesen Inhalt zu sehen, erteile bitte deine Zustimmung für Marketing-Cookies.

Erfolg haben und dabei bei sich bleiben

Auch abseits der KI-Debatte geht es um die Frage, wie viel Artists selbst bestimmen können. Mau P spricht über seinen Weg als unabhängiger Künstler. Mit ihm sitzen Manager Julius Leuftink, Labelmanager Jelle Keizer und Aloki Batra von Pacha auf der Bühne. So kommen auch die Menschen zu Wort, mit denen Entscheidungen über den nächsten Karriereschritt getroffen werden.

Folge uns

Um keine News mehr zu verpassen

Was Erfolg persönlich abverlangen kann, beschäftigt Afrojack, Lucas & Steve und JODANI bei einer Session mit MIND Us. Im Mittelpunkt stehen Erwartungen, mentale Gesundheit und die Suche nach Balance. Wie bleibt Platz für das eigene Leben, wenn der Beruf ständig Aufmerksamkeit verlangt?

Bei DJ Mag In Conversation treffen außerdem Octo Octa und DVS1 aufeinander. Sie sprechen über ihre musikalischen Wege und die Gemeinschaften und Projekte, die sie neben dem Auflegen aufgebaut haben. Auch die Verbindung zu den Menschen auf der Tanzfläche bekommt damit Raum.

Wo das ADE-Pro-Programm stattfindet

Zu den zentralen Treffpunkten gehören Felix Meritis, Andaz und Rosewood Amsterdam. Felix Meritis bildet den wichtigsten Konferenzstandort, im Andaz stehen geschäftliche Treffen im Vordergrund. Das Rosewood ergänzt das Angebot mit Networking und weiteren Gesprächsrunden. Zugang bietet der ADE Pro Pass; das vollständige Programm findet ihr auf der offiziellen ADE-Website.

Für einen Besuch lohnt es sich deshalb, den Kalender auch nach den eigenen Fragen zusammenzustellen. Vielleicht fehlt gerade ein Impuls fürs Studio. Vielleicht beschäftigt einen, wie die nächste Veröffentlichung gelingen soll oder wie lange man das aktuelle Arbeitstempo noch durchhält. Wenn erfahrene Artists auch über solche Dinge offen sprechen, kann aus einem Programmpunkt ein Gespräch werden, das noch auf der Heimfahrt nachwirkt.

Fotocredit: Jasper ten Tusscher

DJ Mag Germany Logo
Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de