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Instagram-Bots: Wie funktionieren sie und was machen sie?

Instagram-Bots: Wie funktionieren sie und was machen sie?

Schon gewusst?

Der Mitbegründer von Instagram, Mike Krieger, war die erste Person, die ein Foto auf Instagram gepostet hat. Am 16. Juli 2010 wurde das Foto veröffentlicht, also fast drei Monate bevor es die App im App Store gab. Innerhalb von nur zwei Monaten, nachdem die Plattform dann für die Öffentlichkeit zugänglich war, registrierten sich übrigens über eine Million Benutzer.

Mischa

Mischa

Freier Autor

 

M:[email protected]


Jedem aktiven Instagram-User sollte es bereits aufgefallen sein: Man erstellt einen Post oder eine Story mit Interaktionsmöglichkeiten und beim Betrachten der Statistik sieht man, dass große DJs interagiert haben. Doch oft handelt es sich dabei nur um Bots, wie unser Redakteur Mischa euch in diesem Artikel erläutert.

Wie funktionieren eigentlich Instagram-Bots?

Wer häufig auf Instagram unterwegs ist und selbst oft in seinem Feed postet oder Storys hochlädt, wird eine Sache bestimmt schon festgestellt haben: Unbekannte Personen oder sogar Berühmtheiten wie DJs schauen sich die Sachen an und interagieren. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen gutgläubigen Menschen entschuldigen, die der festen Annahme sind, dass ihr Idol tatsächlich aus jeglichen Gründen den Weg aufs eigene Profil gefunden hat – dem ist leider nicht so. Doch wie kann das sein? In diesem Artikel versuche ich euch, die Herangehensweise von Automatisierungs-Tools so einfach wie möglich zu erläutern.

Instagram-Logo
Bild: Instagram-Logo

Automatisierungs-Tools – oder kurz ‚Bots‘ – werden von vielen Personengruppen benutzt, darunter Influencer, bekanntere DJs sowie Newcomer, mit dem Hauptziel, die eigene Reichweite und die Community (gemessen an den Followern) zu vergrößern. Um es kurz zusammenzufassen: Bots nehmen einem die Arbeit ab und sorgen dafür, dass man ohne jegliche Eigenmotivation mit anderen Usern interagieren kann. Hierbei wird versucht, so präzise wie möglich ein reales Verhalten zu imitieren. Ein Bot lässt sich (gegen eine kleine monatliche Gebühr) auf verschiedenste Weisen einstellen und nutzen. Dieser reagiert nämlich zum Beispiel auf:

  • bestimmte Hashtags
  • bestimmte Orte
  • Follower von anderen Accounts
  • den eigenen Feed

Wurde eines der Suchkriterien erfüllt, reagiert das Automatisierungs-Tool mit einer ‚Gefällt mir‘ Funktion, einem Kommentar (welcher vorher festgelegt wurde), einer direkten Nachricht, mit einem Follow des Users oder ähnlichem. Zudem sind diese derweil in der Lage, sich die Instagram-Story eines Users anzusehen und sogar auf Umfragen, Fragen etc. zu reagieren.

Reichweite für kleines Geld ausbauen?

Alles in allem klingt das doch nach einer guten Sache. Vor allem für Leute, die ihre Reichweite auf Instagram für kleines Geld ausbauen wollen. Jedoch rate ich hier aus diversen Erfahrungsberichten von ab. Falsch eingestellt kann das Tool sowohl den Feed, als auch die Authentizität des Users zerstören. Schnell kann es zum Beispiel passieren, dass aus den vorher 300 Usern, denen man selbst gefolgt ist, auf einmal 7000 werden. Somit ist der eigene Feed für den privaten Einsatz komplett hinüber. Oder es kann sein, dass die Kommentarfunktion eskaliert oder unangemessen reagiert.

Paradebeispiel wäre hier DJ und Produzent Carnage. Sein Instagram-Bot wurde vor ein paar Jahren durch ein Hashtag eines Bildes getriggert, das einen Todesfall im engeren Kreis des Users thematisierte. Da der Bot natürlich nur den Hashtag erkennen kann – und nicht den restlichen Inhalt – kommentierte er mit einem vorgefertigten Kommentar. Dieser wäre aber eher für Festival-Besuche oder Club-Abende angebracht. Dafür bekam der DJ dementsprechende Abneigung von den Fans.

Carnage zeigt Mittelfinger
Bild: Carnage

Zudem sei zu erwähnen, dass Instagram von diversen Third Party Tools Bescheid weiß und User, die solche Tools für sich verwenden, bestraft. Maßnahmen dagegen können unterschiedlich ausfallen. Von der Kürzung der Reichweite von eigenen Posts bis hin zur Sperrung des Accounts liegt alles im Rahmen der Möglichkeit.

Fazit zu Instagram-Bots

Sinnvoll genutzt und richtig eingestellt kann so ein Automatisierungs-Tool ganz nützlich sein. Es kann durchaus die Zeit verringern, die man im Social Media-Game an Arbeit reinsteckt. Man muss dafür aber in Kauf nehmen, dass durch die Nutzung eines solchen Tools die eigene Reichweite stark abfällt und andere User einen nicht mehr für voll nehmen können. Sei es durch eine übermäßige Anzahl an ‚Gefällt mir‘ in kürzester Zeit, unpassenden Kommentaren oder durch das Verfälschen von Umfrageergebnisse in den Storys. Dort führt dieser nämlich eine zufällige Betätigung aus oder beantwortet eine Frage mit einer vorgefertigten Antwort. In den meisten Fällen ergibt diese aber wenig bis keinen Sinn.

Mein Rat: Spart euch den Bot und legt selbst Hand an! Folgt diversen Hashtags und Orten und arbeitet wie ein Automatisierungs-Tool – nur smarter! Nehmt euch die Zeit für neue potenzielle Fans. In den meisten Fällen zahlt sich diese Herangehensweise nämlich besser aus, als durch fragliche Interaktionen und Ihr werdet nicht direkt verachtet oder vom anderen User geblockt.

Fotocredits: Unsplash

Schon gewusst?

Der Mitbegründer von Instagram, Mike Krieger, war die erste Person, die ein Foto auf Instagram gepostet hat. Am 16. Juli 2010 wurde das Foto veröffentlicht, also fast drei Monate bevor es die App im App Store gab. Innerhalb von nur zwei Monaten, nachdem die Plattform dann für die Öffentlichkeit zugänglich war, registrierten sich übrigens über eine Million Benutzer.

Mischa

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06.02.20 20:00