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Benny Benassi veröffentlicht mit „Feel The Bass“ sein erstes Album seit zehn Jahren

Benny Benassi veröffentlicht mit „Feel The Bass“ sein erstes Album seit zehn Jahren

Benny Benassi ist zurück im Albumformat: Mit „Feel The Bass“ veröffentlicht der italienische Electro-House-Pionier zwölf neue Tracks über Ultra Records. Das Album verbindet große Kollaborationen mit Clubdruck, House-Referenzen und einem klaren Blick zurück auf den Sound, den Benassi einst selbst mitgeprägt hat.

Benny Benassi kehrt mit neuem Album zurück

Benny Benassi hat sein neues Album „Feel The Bass“ veröffentlicht. Die am 1. Mai 2026 über Ultra Records erschienene LP umfasst zwölf Tracks, darunter Kollaborationen mit ARTBAT, Felix Da Housecat, Fideles, Rafael Cerato, Glowal, SQU4RE, Laherte, AXIS ZERO und weiteren Acts. Es ist Benassis erstes Studioalbum seit „Danceaholic“ aus dem Jahr 2016.

Für einen Künstler, der mit „Satisfaction“ Anfang der 2000er einen der prägendsten Electro-House-Tracks seiner Generation abgeliefert hat, ist das mehr als eine normale Veröffentlichung. Benassi war nie nur ein Name aus der EDM-Vergangenheit. Sein Sound hat die Brücke zwischen kantigem Club-Electro, Pop-Momenten und Festivalenergie mitgeschlagen. Genau an dieser Schnittstelle setzt „Feel The Bass“ an.

Den Einstieg macht er mit „Love Is Gonna Save Us“ an der Seite von ARTBAT. Danach öffnet sich das Album in unterschiedliche Richtungen: „The Future“ mit Zamna Soundsystem und Laherte zieht stärker in progressive Sphären, „DISCOTEKA“ mit Tobias Gerard nimmt Funk- und Disco-Referenzen auf, während „Superstar“ mit Chris Nasty stärker auf Attitüde und Ballroom-Flair setzt.

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Zwischen House-Historie und modernem Clubdruck

Der vielleicht spannendste Moment des Albums ist „Chicago Baby” mit Felix Da Housecat. Allein diese Kombination ist gewichtig: Benassi trifft auf eine Figur, die eng mit der Geschichte von House und Electroclash verbunden ist. Der Track spielt bewusst mit Chicago-House-Referenzen und verbindet sie mit Benassis typischem Electro-Druck.

Auch der Titeltrack „Feel The Bass“ wirkt wie ein programmatischer Mittelpunkt des Albums: glitchige Electro-Elemente, große Build-ups und ein schweres Low-End. „Just Like That” mit Fideles geht tiefer und „Shades” mit Glowal und SQU4RE setzt auf rauere Energie. Der Fokus-Track „Can I Feel?“ mit Rafael Cerato bringt dagegen mehr melodische Wärme und Vocal-Euphorie ins Spiel.

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„Feel The Bass“ wirkt weder wie ein stilles Alterswerk noch wie reine Nostalgie. Benassi versucht hörbar, seine eigene DNA in ein heutiges Club- und Festivalumfeld zu übertragen. Das Album scheint weniger subtil als vielmehr körperlich gedacht zu sein: Bass, Build-ups, große Gesten, klare Hooks. Genau darin liegt aber auch der Punkt. Wer filigrane Zurückhaltung sucht, ist hier vermutlich falsch. Wer Benny Benassi als Electro-House-Architekt mit modernem Update hören will, bekommt genau das.

Benny Benassis Geschichte klingt mit

Bis heute hängt Benny Benassis Bedeutung stark mit „Satisfaction“ zusammen. Der 2002 erschienene Track erreichte unter anderem Platz zwei in Großbritannien und wurde in mehreren Ländern mit Gold ausgezeichnet. Später gewann Benassi mit seinem Remix von Public Enemys „Bring The Noise“ einen Grammy. Auch Skrillex’ Remix von Benny Benassis „Cinema“ wurde später mit einem Grammy ausgezeichnet.

„Feel The Bass“ kommt deshalb nicht aus dem Nichts. Es ist die Rückkehr eines Produzenten, dessen Sound längst Teil der Dance-Geschichte ist. Entscheidend ist jedoch: Das Album versucht nicht nur, diese Geschichte zu verwalten. Es will sie noch einmal in Bewegung setzen.

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Hier könnt ihr „Feel The Bass“ streamen.

Fotocredit: Press Pic

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