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„Ich werde dieses Lächeln niemals vergessen“: Trauer nach den Schüssen beim Aarauer Rave

„Ich werde dieses Lächeln niemals vergessen“: Trauer nach den Schüssen beim Aarauer Rave

Nach den tödlichen Schüssen beim Aarauer Rave versuchen Veranstalter und Artists, Worte für das Geschehene zu finden. Während mehrere DJs bestätigen, unverletzt zu sein, trauern Tekibo und Pencil um einen ihnen nahestehenden Menschen. Zwischen Schock, Erleichterung und Trauer bleibt ein gemeinsamer Gedanke: Raves sollten Orte der Freiheit und Sicherheit sein.

„Wir sind schockiert. Und erschüttert. Und traurig.“

Zunächst waren da nur die nüchternen Angaben der Polizei: Eine 22-jährige Frau starb noch am Tatort, vier Männer und eine weitere Frau im Alter zwischen 24 und 27 Jahren wurden leicht bis schwer verletzt. Wer die Schüsse abgab und was hinter der Tat steckt, ist weiterhin unklar. Die Polizei fahndet und hat eine Info-Line für Angehörige und Augenzeugen eingerichtet. Alle bisherigen Informationen zum Vorfall haben wir hier zusammengefasst.

Inzwischen haben sich auch die Veranstalter des Aarauer Rave zu Wort gemeldet. „Wir sind schockiert. Und erschüttert. Und traurig“, beginnt ihre gemeinsame Erklärung. Die Ereignisse hätten ihnen das Herz gebrochen. Ein Rave müsse ein Ort der Freude und der Liebe sein – niemals ein Ort, an dem Menschen getötet, verletzt oder in Angst versetzt werden.

Das Team spricht den Opfern, ihren Familien und Freunden seine Anteilnahme aus und bedankt sich bei Polizei und Rettungskräften. Gleichzeitig kündigen die Verantwortlichen an, die Ermittlungen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu unterstützen. In ihrem Statement bezeichnen die Veranstalter das Geschehen als „hinterhältigen Anschlag“. Die Polizei selbst hat diese Einordnung bislang nicht vorgenommen. Ein mögliches Motiv und die genauen Hintergründe sind weiterhin unbekannt.

Mehrere Artists melden sich unverletzt zurück

Auch zahlreiche DJs aus dem Line-up reagierten in ihren Instagram-Storys. Viele ihrer Nachrichten beginnen mit einer kurzen Entwarnung an Freunde, Familien und Fans, die seit den ersten Meldungen versucht hatten, sie zu erreichen.

Henri Bergmann erklärte, sie habe das Gelände kurz vor den Schüssen verlassen und sei in Sicherheit. Sam Madi schrieb, ihm gehe es gut. Was sich nach der Veranstaltung ereignet habe, mache ihn jedoch tief traurig. Seine Gedanken seien bei allen Betroffenen und ihren Angehörigen. Auch Lell Nahar bestätigte, dass es ihr, ihrer Familie und ihrem Team gut gehe. Sie beschrieb das Erlebte als schrecklich und sprach den Opfern und ihren Familien ihr Mitgefühl aus. LOSTANDFOUND meldeten sich ebenfalls unverletzt zurück. Gewalt habe in der Szene keinen Platz, erklärten sie. MOODOS schrieb, der Schock über das Todesopfer sei kaum in Worte zu fassen.

Es sind kurze Nachrichten, die fast alle demselben Muster folgen: zuerst die Erleichterung, selbst in Sicherheit zu sein – und unmittelbar danach der Gedanke an diejenigen, die es nicht sind.

Tekibo und Pencil trauern um einen nahestehenden Menschen

Besonders persönlich sind die Reaktionen von Tekibo und Pencil. Beide schreiben, durch die Schüsse einen ihnen nahestehenden Menschen verloren zu haben. Pencil bezeichnete die Minuten unmittelbar nach seinem Set als den schlimmsten Albtraum seines Lebens. Er könne noch immer nicht die richtigen Worte finden. „Ich werde dieses Lächeln niemals vergessen“, schrieb der DJ und richtete seine Gedanken an alle Menschen, die das Geschehene nun verarbeiten müssen.

Tekibo erklärte ebenfalls, einen wichtigen Menschen verloren zu haben. Er brauche Zeit, um zu begreifen, was passiert sei, und werde sich deshalb zunächst zurückziehen. In seiner Nachricht brachte er zugleich auf den Punkt, was sich durch beinahe alle Reaktionen zieht:

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„Techno und Raves sollten Orte der Freiheit und Sicherheit sein.“

Fotocredit: Claire Kelly

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Franz Beschoner

Autor

Franz Beschoner

Head of Editorial / franz@djmag.de