Jaki Club von innen
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Warum werden im Jaki in Köln die Handykameras abgeklebt?

Warum werden im Jaki in Köln die Handykameras abgeklebt?

Schon gewusst?

Das ehemalige Studio 672 im Stadtgarten heißt ab sofort Jaki und ist nach dem deutschen Schlagzeuger Jaki Liebezeit benannt. Der 2017 verstorbene Jazz-Musiker wird so am beliebten Veranstaltungsort über Jahre hinweg präsent sein – und das auch völlig zu Recht! Schließlich schoss er bereits in den 70er Jahren als Mitglied der Band Can das Genre Krautrock mit seinem minimalistischen und von etlichen Wiederholungen geprägten Sound in eine neue Umlaufbahn und wurde dadurch zu einem Vorreiter des Techno.

Marie

Marie

Autorin

 

M:[email protected]


Viele Partywütige, die vergangenes Wochenende im neu eröffneten Jaki Club in Köln feierten, wurden am Eingang mit einer besonderen Maßnahme überrascht: Alle Handykameras wurden abgeklebt! Welche Intention dahinter steckt, haben uns die Verantwortlichen in einem Statement verraten.

Handys weg und den Moment mehr leben!

Erst vor kurzem hat der Jaki Club in Köln eröffnet. In der Location gibt es die unterschiedlichsten Sounds zu hören. Ob Techno oder arabische oder westliche Popmusik, jeder wird fündig. Doch das ist nicht alles, was die Diskothek zu bieten hat. Denn das Jaki wartet mit einem interessanten Party-Konzept auf. Handykameras werden dort nämlich einfach mit Stickern zugeklebt.

Das Motto des Clubs lautet: „No phones on the dancefloor please. Be in the moment." Zu Deutsch: „Keine Handys auf der Tanzfläche. Genieß den Moment." Was die Clubbesitzer zu solchen Maßnahmen veranlasst und warum sie diese Aktion als sinnstiftend empfinden, haben sie uns in einem Statement verraten. 

Dance

Das sagen die Verantwortlichen des Jaki Clubs

Zum einen möchten wir ein Bewusstsein dafür schaffen, dass ein Club ein Ort ist, in dem man sich in den Moment fallen lassen kann, ohne lästige Ablenkung von außen. Dazu gehören Bildschirme auf der Tanzfläche, die dort einfach aus bleiben sollten, aber auch, dass keine Fotos gemacht werden, sodass jede/jeder so frei sein kann, wie sie/er möchte.

Zum anderen gehört es für uns auch zum Respekt vor den Künstlerinnen und Künstlern, dass ihnen bei ihren Sets nicht die ganze Zeit Handys ins Gesicht gestreckt werden.

Søren Siebel verriet uns außerdem, dass man sich dafür entschieden hätte, um die Atmosphäre im Jaki zu kreieren, die man sich vorstelle. Außerdem sei das ja auch keine neue Idee mehr, sondern in den meisten Clubs in Europa so. Aber wie kam das eigentlich bei den Besuchern in der Eröffnungswoche an?

Ich würde schätzen zu 98% positiv. Die meisten Leute haben es direkt verstanden was dahinter steckt und so hat das Ganze natürlich zur warmen Atmosphäre im Club beigetragen. Ohnehin standen ja andere Themen im Vordergrund, wie der neue Raum an sich, der Sound, das Licht, die Bar, die Künstlerinnen und Künstler die mit ihren Konzerten und Sets einfach zu einer rundum erfolgreichen und inspirierenden Eröffnungswoche beigetragen haben.

Was dürfen wir im Club erwarten?

Wer übrigens dachte, das alles sei nur ein Versuch oder ein Test, der irrt. Die Kameras bleiben in diesem Club definitiv abgeklebt! Aber das ist selbstverständlich nicht alles, was das Jaki zu bieten hat. Der Fokus des Clubs liegt auf zeitgenössischer Clubmusik und der Frage, was das überhaupt ist bzw. was diese vor allem in Zukunft sein kann – sowohl bei Konzerten als auch bei Partys.

Bei Clubnächten gibt es freitags verschiedene Reihen im Programm und samstags findet der Tom-Tom Club statt, bei dem vor allem lokale DJs spielen. Außerdem ist der Eintritt frei! Und sonst?

Musikalisch sind wir da recht breit gefächert und so kann man jeden Samstag auch etwas Neues entdecken. An den frühen Abenden am Wochenende finden bei uns Singer/Songwriter Sessions (Freitags) und Jazz-Konzerte (Samstags) statt und in der Woche verschiedene Konzerte. Insgesamt geht es uns vor allem darum, dass wir einen Ort zum Austausch schaffen, sowohl musikalisch, als auch ideell.

Was denkt ihr darüber? Handys auf der Tanzfläche? Ja oder nein? Lasst es uns doch in den Kommentaren auf Facebook wissen – wir sind auf eure Meinung gespannt!  

Fotocredits: JakiUnsplash

Schon gewusst?

Das ehemalige Studio 672 im Stadtgarten heißt ab sofort Jaki und ist nach dem deutschen Schlagzeuger Jaki Liebezeit benannt. Der 2017 verstorbene Jazz-Musiker wird so am beliebten Veranstaltungsort über Jahre hinweg präsent sein – und das auch völlig zu Recht! Schließlich schoss er bereits in den 70er Jahren als Mitglied der Band Can das Genre Krautrock mit seinem minimalistischen und von etlichen Wiederholungen geprägten Sound in eine neue Umlaufbahn und wurde dadurch zu einem Vorreiter des Techno.

Marie

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12.10.19 16:03