Swedish House Mafia spielten beim Head Trip länger als erlaubt. Für Veranstalter Goldenvoice hätte das 48.000 Dollar kosten können. Doch nach dem Unwetter am Vorabend zeigt die Stadt Indio Kulanz.
Swedish House Mafia machten nach Mitternacht weiter
Eigentlich hätte beim Head Trip Festival am Sonntag um Mitternacht Schluss sein müssen. Swedish House Mafia standen zu diesem Zeitpunkt allerdings noch hinter den Decks. Laut Desert Sun beendeten Axwell, Sebastian Ingrosso und Steve Angello ihren Auftritt erst um 0:33 Uhr – gut eine halbe Stunde nach der erlaubten Schlusszeit.
Für Veranstalter Goldenvoice hätte dieser längere Abschluss teuer werden können. Die Zeitung verweist auf eine Genehmigung von 2013, die den Festivalbetrieb auf dem Gelände des Empire Polo Club regelt. Sie sieht bei einer Überschreitung 20.000 Dollar Strafe vor. Ab der sechsten Minute kommen jeweils 1.000 Dollar hinzu. Bei 33 Minuten ergibt das 48.000 Dollar. Eine entsprechende Forderung wird es jedoch nicht geben. Die Stadt Indio hat bestätigt, dass sie für den Sonntag auf eine Strafe verzichtet.
Das Unwetter am Samstag gibt den Ausschlag
Der Grund dafür liegt einen Abend zurück. Am Samstag musste das Festival wegen Blitzgefahr vorzeitig abbrechen. FISHER und Chris Lake wurden mitten in ihrem gemeinsamen Set gestoppt, die Gäste sollten das Gelände verlassen und Schutz suchen. Calvin Harris, der anschließend auftreten sollte, kam gar nicht mehr an die Reihe.
Seinen Auftritt holte er am Sonntag nach, direkt zwischen Skrillex und der Swedish House Mafia. Aus dem ausgefallenen Samstag-Headliner wurde damit eine zusätzliche Show am zweiten Festivaltag. Über den Abbruch und die Verlegung haben wir hier berichtet.
Diese wetterbedingten Umstände berücksichtigt nun auch die Stadt. Sprecherin Jessica Mediano erklärte dem Desert Sun, dass Indio deshalb keine Strafe gegen Goldenvoice verhängen werde. So bleibt dem Veranstalter nach dem ungeplant kurzen Samstag zumindest die Rechnung für den längeren Sonntag erspart.
Fotocredit: Rudgr

Autor
Franz Beschoner
Head of Editorial / franz@djmag.de




