Daniel Eck
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Spotify-Gründer spricht über Vergütungen & Interaktion mit Fans

Spotify-Gründer spricht über Vergütungen & Interaktion mit Fans

Schon gewusst?

Spotify wurde im Jahr 2006 von Daniel Ek und Martin Lorentzon in Stockholm gegründet. Gestartet wurde der Dienst am 7. Oktober 2008, nachdem Lizenzverträge mit großen Musiklabels geschlossen wurden. Mittlerrweile nutzen mehr als 299 Millionen Nutzer und über 138 Millionen zahlende Abonnenten in 92 Ländern das Angebot.

Marie

Marie

Autorin

 

M:[email protected]


Vor wenigen Tagen veröffentlichte die Musikplattform Music Ally ein Interview mit Spotify-Gründer Daniel Ek. Dort äußerte er sich unter anderem zu den Vorwürfen, dass Spotify Musikern zu wenig Tantieme für ihre Streams bezahle. Außerdem sprach er darüber, dass Künstler heute viel mit ihren Fans agieren müssen.

Daniel Ek äußert sich zu Spotify-Vergütungen

Jüngst veröffentlichte Spotify seine aktuellen Finanz-Ergebnisse. Diese zeigen einen positiven Verlauf. Es gab sowohl einen Zuwachs an Zuhörern als auch an Abonnenten. Im Interview mit Music Ally darauf angesprochen, gibt Daniel Ek, der Gründer von Spotify, an, dass das wundervoll und zugleich ermutigend mitanzusehen sei. Gleichzeitig erwähnt der Schwede im Gespräch, dass es ihm nebst den Zahlen ebenfalls ein großes Anliegen sei, dass die Künstler, die auf der Plattform vertreten seien, ebenfalls vom Erfolg von Spotify profitieren. Diese Entwicklung zeige sich auch bereits. Doch entspricht das wirklich der Wahrheit? Laut einigen Künstlern nämlich nicht.

„This is something that’s been near and dear to us for some time: it’s in our company mission to enable more artists to live off their art, and it’s really coming through in the numbers.“

Privat hat sich noch niemand beschwert

Viele Musiker beschweren sich, dass die Streaming-Tantiemen eben nicht ausreichen, um davon profitieren, geschweige denn leben zu können. Gerade in der Corona-Pandemie ist das besonders stark aufgefallen. Von Music Ally auf diese prekäre Situation angesprochen, umgeht Ek die Frage gekonnt und verweist darauf, dass nicht etwa die Vergütungen zu gering seien, vielmehr würden die Künstler darunter leiden, dass es keine Live-Auftritte aufgrund der Pandemie gibt.

„There are two different trends here worth picking apart. We realise that a lot of artists are impacted in the short term by Covid and the impact it has on the live industry. As you very well know, a lot of the income today that artists are getting [pre-Covid-19] is from touring and live performances. A lot of artists are struggling because of that.“

Außerdem sei die mediale Berichterstattung in Bezug auf das Streaming-Intermezzo nicht immer akkurat. Zumeist werde nur von jenen Künstlern berichtet, die unzufrieden mit den Tantiemen seien. Privat habe ihm das allerdings noch kein Künstler so berichtet. Auch die Zahlen sprächen für sich. Laut Ek können nämlich immer mehr Künstler vom Streaming allein leben.

„What tends to be reported are the people that are unhappy, but we very rarely see anyone who’s talking about… In the entire existence [of Spotify] I don’t think I’ve ever seen a single artist saying ‘I’m happy with all the money I’m getting from streaming,” he continued. Stating that publicly. In private they have done that many times, but in public they have no incentive to do it. But unequivocally, from the data, there are more and more artists that are able to live off streaming income in itself.”

Daniel Ek

Künstler müssen mehr Storytelling betreiben

Letztlich geht der Spotify-Gründer davon aus, dass viele Künstler es deshalb nicht schaffen vom Streaming zu leben, weil sie zu wenig für die heutigen Verhältnisse veröffentlichen und zu wenig mit ihrer Community in Kontakt treten. Es reiche nämlich nicht mehr aus, nur Musik zu veröffentlichen. Das Storytelling rundherum sowie der Austausch mit den Fans sei viel wichtiger, um diese von der Musik zu überzeugen.  

„The artists today that are making it realise that it’s about creating a continuous engagement with their fans. It is about putting the work in, about the storytelling around the album, and about keeping a continuous dialogue with your fans.”

Stichhaltige Argumente?

Laut einem Spotify-Bericht aus dem Jahr 2019 zahlt die Firma etwa zwischen 0,0028 Euro und 0,0037 Euro pro Stream. Die Bezahlung für jeden Song berechnet sich daraus, wie oft der Song im Vergleich zu den populärsten Songs, die gerade auf Spotify trenden, gestreamt wurde. So erhalten kleine Künstler nur einen Hungerlohn für die Streams ihrer Tracks. Ob das so gerecht ist, ist eine ganz andere Frage.

Fotocredit: Unsplash,

Schon gewusst?

Spotify wurde im Jahr 2006 von Daniel Ek und Martin Lorentzon in Stockholm gegründet. Gestartet wurde der Dienst am 7. Oktober 2008, nachdem Lizenzverträge mit großen Musiklabels geschlossen wurden. Mittlerrweile nutzen mehr als 299 Millionen Nutzer und über 138 Millionen zahlende Abonnenten in 92 Ländern das Angebot.

Marie

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05.08.20 20:11