So sah es auf dem Konzert in Barcelona aus
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So lief das Test-Konzert in Barcelona mit 5000 Menschen

So lief das Test-Konzert in Barcelona mit 5000 Menschen

Corona in Spanien

Ende Januar lag die 7-Tage-Inzidenz in Spanien bei über 550, mittlerweile liegt sie wieder bei 89,9 (Stand 30. März 2021).

Franz

Franz

stellv. Redaktionsleiter

 

M:[email protected]


Als „historisches Ereignis“ bezeichneten die Veranstalter ihr Event, das am vergangenen Wochenende stattfand. Es war das erste größere Konzert in Europa ohne Social-Distancing-Regeln seit Ausbruch der Corona-Pandemie. 5000 Zuschauer feierten dicht an dicht – ein kreatives Konzept machte es möglich.

So lief das Rockkonzert in Barcelona mit Corona-Konzept

Für rund 5000 Musikfans gab es an diesem Samstagabend im Palau Sant Jordi in Barcelona etwas zu feiern. Sie waren nämlich Teil des ersten größeren Konzertes in Europa ohne Social Distancing. Möglich war das nur durch viel Mut, Kreativität, Ausdauer und einen guten Plan. Dieser bestand darin, eine „Ein-Tages-Stadt“ zu konstruieren, sagte Mitveranstalter Jordi Herreruela. Aber wie genau lief das nun alles ab?

Schon am Samstagmorgen beginnt das Konzert – und zwar mit Antigen-Tests. Wer ein Ticket für das Konzert am Abend hat, muss es im Laufe des Tages durch einen negativen Test freischalten. Nun heißt es 15 Minuten auf das Ergebnis warten. Am Ende waren nur vier der rund 5000 Tests positiv.

Am Abend wird auf dem Konzert dann normal gefeiert – zumindest fast normal. FFP2-Masken sind Pflicht und Drinks dürfen nur an den Bars neben dem Saal genommen werden. Außerdem wurde der Zuschauerbereich in drei Zonen eingeteilt, die eigene Eingänge, Bars und Sanitäranlagen hatten. Ansonsten bewegt sich die Menschenmenge, wie sie es immer auf solchen Events getan hat. Frauen sitzen auf den Schultern ihrer Männer und die Hände fliegen von links nach rechts und wieder zurück.

Warum Barcelona?

Es ist kein Zufall, dass solch ein Pilotprojekt nun in Barcelona stattfand. Die Region Katalonien versteht sich in besonderem Maße als Kulturregion. Die Museen zum Beispiel waren neben den Schulen die Einzigen, die während der zweiten und dritten Corona-Welle nie geschlossen wurden. Hinzu kommt die technologische Aufgeschlossenheit: Mit Testdatenmanagement via Handy-App etwa haben dort die wenigsten ein Problem.

Der Test zeigt auf jeden Fall, dass solche Events in den kommenden Monaten durchaus möglich sind. Allerdings sind die Kosten für die Veranstaltung deutlich höher als normal gewesen. 200.000 Euro hat die ganze Sache gekostet, jedoch wurden durch Ticketverkäufe nur rund die Hälfte wieder eingenommen.

Wann und ob sich diese Investition nun auszahlt, wird sich noch zeigen. In zwei Wochen gibt es wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse über den Erfolg des Projekts.

Fotocredit: ActionVance on Unsplash

Corona in Spanien

Ende Januar lag die 7-Tage-Inzidenz in Spanien bei über 550, mittlerweile liegt sie wieder bei 89,9 (Stand 30. März 2021).

Franz

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30.03.21 20:49