Mitten im Stockholm-Gastspiel von Bad Bunny wird aus einer Reggaeton-Show für einen Moment ein Avicii-Tribute: Die Band des puerto-ricanischen Superstars spielt „Wake Me Up“ und erinnert damit in dessen Heimatstadt an einen der größten schwedischen Musiker aller Zeiten.
Avicii-Moment vor mehr als 50.000 Fans
Am 10. und 11. Juli gastierte Bad Bunny im Rahmen seiner „Debí Tirar Más Fotos World Tour“ in der Strawberry Arena bei Stockholm. Mehr als 100.000 Tickets wurden für die beiden Konzerte verkauft, allein am ersten Abend erlebten rund 53.000 Besucher die Show.
Für einen der emotionalsten Momente sorgte allerdings nicht einer von Bad Bunnys eigenen Hits. Seine Liveband stimmte Aviciis „Wake Me Up“ an und setzte damit ein musikalisches Zeichen an dem Ort, der wie kaum ein anderer mit Tim Bergling verbunden ist. Auf den Aufnahmen aus der Arena ist zu hören, wie zahlreiche Fans die Melodie erkennen und den Song gemeinsam mit der Band feiern. Bad Bunny selbst sang „Wake Me Up“ nicht. Das Tribut ging von seinen Musikern aus und war als kurzer Live-Moment in die Show eingebunden.
„Wake Me Up“ bleibt unvergessen
„Wake Me Up“ erschien 2013 als erste Single aus Aviciis Debütalbum „True“. Der gemeinsam mit Aloe Blacc und Mike Einziger entstandene Song verband elektronische Musik mit Folk- und Country-Elementen und entwickelte sich zu einem der größten Dance-Hits der 2010er-Jahre.
Mehr als acht Jahre nach Aviciis Tod gehört der Track weiterhin zu den Songs, die regelmäßig für besondere Momente sorgen. Dass ihn Bad Bunnys Band ausgerechnet während des einzigen Tourstopps des Superstars in Nordeuropa spielte, verlieh der Performance eine zusätzliche Bedeutung.
Bad Bunny selbst bewegt sich musikalisch zwar vor allem zwischen Reggaeton, Latin Trap und Salsa. Das kurze Avicii-Tribut zeigte jedoch, wie weit „Wake Me Up“ längst über die Grenzen der elektronischen Musik hinausreicht – und wie unmittelbar die ersten Töne des Songs noch immer ein ganzes Stadion verbinden können.
Fotocredit: Press Pic

Autor
Franz Beschoner
Head of Editorial / franz@djmag.de





