Charlotte de Witte
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Interview: Charlotte de Witte bringt im Januar neuen Remix raus!

Interview: Charlotte de Witte bringt im Januar neuen Remix raus!

Die 26-jährige Charlotte de Witte gehört zu den angesagtesten Techno-DJanes der Welt – und musste sich ihren Platz hart erkämpfen. Im Jahresabschlussinterview erzählt die junge Frau aus Belgien, was sie dieses Jahr besonders glücklich gemacht hat und warum sie Hasskommentare überhaupt nicht jucken.

Kaum Lampenfieber!

Charlotte de Witte hat kaum Lampenfieber, bevor sie auf die Bühne tritt. "Ich bin ein bisschen nervös, aber das ist ein tolles Gefühl", sagt sie. Das Kribbeln im Bauch, das hin und her Hüpfen kurz vor dem Auftritt – das mache das Ganze zu einem wunderbaren Erlebnis – jedes Mal. Übrigens: Wer Charlotte de Witte mal live erleben will, hat am 30. Januar in Berlin (im Watergate) die Möglichkeit dazu. Es gibt noch Tickets.

Katrin

Katrin

Redaktionsleiterin

 

M:[email protected]


Charlotte de Witte im Exklusiv-Interview mit dem DJ Mag Germany

Das Jahr neigt sich dem Ende zu…welcher Moment hat dich dieses Jahr am meisten beeindruckt?

Ich habe in Antwerpen meine eigene Show veranstaltet – in die Halle passen mehr als 20.000 Menschen und es war einfach unbeschreiblich, dass alle Leute nur für mich da waren. Das war definitiv mein Highlight des Jahres. Also insgesamt war mein Jahr wirklich toll.

Hast du denn Vorsätze für 2019?

Ich habe eigentlich nie gute Vorsätze. Aber ich sollte mit 26 Jahren endlich mal mit Sport anfangen (lacht). In der letzten Zeit klappt es immer besser mit der gesunden Ernährung und dem Work-Out – aber da ist definitiv noch Potenzial nach oben.

Charlotte de Witte

Und wie sieht es in Sachen Musik aus? Was hast du da so geplant?

Am 28. Januar erscheint auf Kneaded Pains mein Remix von "Eats Everything – Space Raiders". Ich arbeite gerade an vielen neuen Songs – es steht aber noch nicht fest, wann die veröffentlicht werden.

Lass uns ein bisschen über die Bedeutung von Techno sprechen.

Gerne.

Überall in Europa – und der Welt – gibt es politische Unruhen. Techno war immer eine Musikrichtung, die Stellung bezogen hat. Muss Techno heute wieder mehr eine klare Botschaft senden?

Musik ist generell ein sehr starken Medium, um bestimmte Nachrichten zu vermitteln. Man muss aufpassen, dass man nicht nur eine bestimmte Gruppe anspricht oder sich zu stark positioniert. Ich versuche bewusst der Öffentlichkeit meine politische Meinung nicht zu zeigen. Musik soll Spaß machen, man soll seinen Alltag dabei vergessen und nicht zu viel über die Sorgen des Lebens nachdenken.

Hast du dir am Anfang deiner Karriere Gedanken darüber gemacht, ob du es als DJane neben deinen männlichen Kollegen schwer haben wirst?

Als ich vor acht Jahren mit der Musik angefangen habe, hatte ich das Gefühl nicht dazu zugehören– zu der großen Gruppe von DJs. Mittlerweile hat sich die Szene verändert. Wir Frauen werden unterstützt und sind gleichberechtigt. In der Musikszene sind wir da echt schon weit. In anderen Bereichen – auch global – sind wir noch weit entfernt von Gleichberechtigung. Vielerorts stehen Frauen immer noch an zweiter Stelle – und das im 21. Jahrhundert.

Charlotte de Witte

Als du noch ganz neu im Musikbusiness warst, hast du den Namen „Raving George“ getragen. Warum ein Männername?

Als ich mit der Musik angefangen habe, hätte ich niemals gedacht, dass DJ irgendwann mal mein Fulltime-Job wird. Ich war unsicher und wollte mich ausprobieren. Ich habe mich einfach „Raving George“  genannt, ohne groß darüber nachzudenken. Mir war es auch egal, dass der Name männlich ist. Ich fand ihn einfach cool. Thats it.

Wie gehst du heute mit Leuten um, die damals nicht daran geglaubt haben, dass du als DJ erfolg hast und dich heute fragen, ob du sie auf die Gästeliste schreibst?

Ach weißt du, solche Leute gibt es immer. Ich bin niemand, der viel auf die Meinung anderer gibt, seien es Hasskommentare oder Lästereien. In der Zeit, als ich erfolgreich wurde, habe ich gemerkt, wer meine wahren Freunde sind. Die Zeit hat mir die Augen geöffnet. Es wird immer Menschen geben, die eifersüchtig auf dich sind. Das ist einfach so.

Welche berühmte Persönlichkeit würdest du gerne mal bei einer deiner Shows sehen?

Gute Frage…Wenn er noch leben würde, Steve Jobs. Ich habe seine Biographie gelesen und bin von diesem Menschen sehr beeindruckt. Er hätte sicher eine ganz besondere Sicht auf die Technomusik und mein Set und mich würde interessieren, wie er das findet, was ich da mache.

Welcher Artists aus einer anderen Musikrichtung sollte mal ein verrücktes Techno-Set spielen?

Puuuuuh. Ich habe keine Ahnung…Obwohl Justin Timberlake und Lady Gaga würden sicher ein mega gutes Techno-Set auf die Beine stellen. Ihre Musik ist so voller Energie, Leidenschaft und guter Laune – das passt auch zum Techno.

Bevor ich dir schöne, entspannte Weihnachten wünsche, die letzte Frage: Bist du zu Hause oder unterwegs?

Ich bin nur am 24. und 26. zu Hause bei meiner Familie. Am 25. habe ich einen Auftritt und nach dem 26. bin ich auch schon wieder unterwegs. Ich lege auf Weihnachten aber auch keinen großen Wert. Ich habe keine große Familie – die Menschen, die mir wichtig sind, sehe ich auch so, dafür brauche ich keinen besonderen Anlass.

Vielen Dank für das Interview Charlotte, komm gut ins neue Jahr!

Fotocredits: Fille Roelants

Kaum Lampenfieber!

Charlotte de Witte hat kaum Lampenfieber, bevor sie auf die Bühne tritt. "Ich bin ein bisschen nervös, aber das ist ein tolles Gefühl", sagt sie. Das Kribbeln im Bauch, das hin und her Hüpfen kurz vor dem Auftritt – das mache das Ganze zu einem wunderbaren Erlebnis – jedes Mal. Übrigens: Wer Charlotte de Witte mal live erleben will, hat am 30. Januar in Berlin (im Watergate) die Möglichkeit dazu. Es gibt noch Tickets.

Katrin

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20.12.18 12:03