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Holy Priest weist Vorwürfe zurück: „Ich habe noch nie ein Pre-Recorded-Set gespielt“

Holy Priest weist Vorwürfe zurück: „Ich habe noch nie ein Pre-Recorded-Set gespielt“

Holy Priest reagiert auf die zuletzt laut gewordenen Pre-Recorded-Vorwürfe mit einem klaren Dementi. In einem ausführlichen Statement erklärt der Hard-Techno-Artist, dass er noch nie ein pre-recorded Set gespielt habe, und beschreibt zugleich, wie seine Shows tatsächlich entstehen.

Holy Priest spricht von Missverständnissen rund um modernes DJing

Nachdem Holy Priest in den vergangenen Tagen wegen angeblich pre-recorded gespielter Sets massiv in die Kritik geraten war, hat sich der Artist nun selbst öffentlich geäußert. In einem ausführlichen Statement auf Instagram weist er die Vorwürfe klar zurück und formuliert unmissverständlich: „Throughout my career, I haven’t played any pre-recorded set.“

In seinem Post versucht Holy Priest die Debatte zugleich grundsätzlich einzuordnen. Viele Menschen, die sich online zu dem Thema äußerten, wüssten gar nicht genau, was DJing auf diesem Level heute überhaupt beinhalte. Künstler seien längst nicht mehr nur DJs im klassischen Sinn, sondern zugleich Produzenten, Performer, Entertainer und Storyteller, die auf der Bühne ihre eigene Musik, ihren eigenen Sound und ihre eigene Show präsentierten. Genau darin sieht Holy Priest auch den Kern seines eigenen Auftritts.

Besonders deutlich wird das Statement an der Stelle, an der er seine Arbeitsweise beschreibt. Wochenlange Vorbereitung, individuelle Intros, eigene Produktionen und exklusive Edits gehörten für ihn zu jeder Show. Auf der Bühne selbst werde dann aber live gemixt, inklusive zahlreicher Live-Transitions. Vorbereitete Elemente seien für ihn also Teil der Performance, nicht ihr Gegenteil.

So beschreibt Holy Priest seine Shows

Auch auf den Vorwurf des sogenannten „fake knobbing“ geht Holy Priest ein. Das leichte Drehen an Reglern könne für Außenstehende schnell so aussehen, als würde auf der Bühne nur eine Bewegung simuliert. Aus seiner Sicht ist genau das aber ein normales Verhalten, das viele DJs mit der Zeit entwickeln. Er vergleicht es mit einem Boxer, der sich schon vor dem Gong bewegt, weil er gedanklich längst im nächsten Moment des Kampfes ist. Oft denke er bereits an den kommenden Übergang und greife deshalb an Regler, die in diesem Augenblick gar nicht aktiv verändert werden müssten.

Interessant ist auch, dass Holy Priest das Thema nicht komplett schwarz-weiß zeichnet. In seinem Statement räumt er ein, dass es Situationen geben könne, in denen Sets tatsächlich pre-recorded seien – etwa dann, wenn eine ganze Show exakt mit Licht, Lasern, Visuals oder Pyrotechnik synchronisiert werden müsse. Für solche Ausnahmefälle äußert er sogar Respekt. Gleichzeitig betont er aber klar, dass das bei ihm bislang nicht der Fall gewesen sei.

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Was vom Vorwurf bleibt

Mit diesem Statement kippt die Debatte zumindest ein Stück weit. Bislang wurde über Holy Priest vor allem auf Basis kurzer Clips, Kommentare und technischer Mutmaßungen gesprochen. Jetzt liegt erstmals eine ausführliche öffentliche Antwort des Artists selbst vor und die fällt eindeutig aus. Holy Priest weist die Vorwürfe nicht nur zurück, sondern erklärt auch sehr konkret, wie seine Shows entstehen: mit Vorbereitung, eigenen Edits und Intros, aber eben nicht als komplette pre-recorded Sets.

Fotocredit: Press Pic

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