Wie sieht Musik aus? Für den neuen Auftritt von Apple Music haben Fred again.. und NEST Acoustics eine ziemlich direkte Antwort gefunden: Ihre Komposition versetzte Mineralöl in Bewegung. Die gefilmten Wellen wurden zur Grundlage des neuen Designs – und die Musik bekommt ebenfalls einen festen Platz bei dem Streamingdienst.
Eine Komposition bringt das Design in Bewegung
Dass Musik etwas bewegen kann, spürt man auf jeder guten Tanzfläche. Beim neuen Markenauftritt von Apple Music lässt sich dieser Effekt auch beobachten. Der Streamingdienst hat eine neue visuelle Identität vorgestellt, an deren Entstehung Fred again.. beteiligt war. Der britische Musiker und Produzent entwickelte gemeinsam mit NEST Acoustics die musikalische Grundlage für das Projekt.
Die Idee dahinter heißt „Made by Sound“. Einzelne Töne wurden über einen sogenannten Transducer abgespielt. Das Gerät wandelt Audiosignale in mechanische Schwingungen um und brachte damit ein flaches Becken mit Mineralöl in Bewegung. Auf der Oberfläche entstanden Wellen, durch die sich auch das Licht veränderte. Kameras hielten diese Bewegungen und Lichtbrechungen fest. Aus den Aufnahmen entwickelte das Team die neue Bildsprache.
Was sich in wenigen Sätzen erklären lässt, brauchte Monate voller Versuche. Musik, Flüssigkeit und Licht mussten so zusammenspielen, dass daraus ein wiedererkennbarer Markenauftritt entstehen konnte. An der Entwicklung war außerdem die Agentur TBWA\Media Arts Lab beteiligt.
Fred again.. liefert auch den neuen Erkennungsklang
Die Komposition bleibt dabei hörbar: Sie dient Apple Music künftig als akustisches Erkennungszeichen. Klang und Gestaltung gehen damit auf dieselbe musikalische Idee zurück. Der Beitrag von Fred again.. reicht also bis in den Sound hinein, mit dem sich der Dienst präsentiert.
Zum überarbeiteten Auftritt gehören ein neues Notensymbol und ein Schriftzug, der das bekannte Apple-Zeichen mit dem nun kleingeschriebenen Wort „music“ verbindet. Die gefilmten Bewegungen finden sich in der Gestaltung wieder.
Apple Music begleitet die Veröffentlichung mit einem Making-of. Der Film zeigt den Weg von den Tönen über den Versuchsaufbau bis zu den fertigen Bildern. Darin wird auch sichtbar, wie viel Ausprobieren hinter dem kurzen Moment steckt, in dem sich das Logo bewegt.
Wer selbst Musik produziert, dürfte diese Geduld kennen: Man verändert einen Klang, hört noch einmal hin und probiert weiter. Hier konnte das Team zusätzlich zusehen, was jeder Ton auslöst. Eine schöne Gelegenheit, Musik einmal mit anderen Augen zu begegnen.
Fotocredit: Mariia Berezovsky

Autor
Franz Beschoner
Head of Editorial / franz@djmag.de




