Mike Williams
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DJ Mag Germany Exklusive: Diese Tipps gibt Mike Williams jungen DJs!

DJ Mag Germany Exklusive: Diese Tipps gibt Mike Williams jungen DJs!

Schon gewusst..?

Am letzten Tag des diesjährigen Amsterdam Dance Events hat Mike Williams im Jimmy Woo seine eigene Show veranstaltet. Dort haben unter Anderem seine Freunde und DJ Kollegen Justin Mylo, Mesto, Brooks und Jay Hardway aufgelegt. Für die meisten Fans war allerdings der Überraschungsauftritt von Hardwell das Highlight des Abends. Der hatte zwei Tage zuvor im Ziggo Dome eigentlich seine vorerst letzte Show gespielt. Vollkommen abwegig war das spontane Erscheinen der zweifachen Nummer 1 der DJ Mag Top 100 allerdings nicht. Schließlich datet der Revealed-Labelboss Gerüchten zufolge Williams' Schwester!

Katrin

Katrin

Redaktionsleiterin

 

M:[email protected]


Mike Williams ist gerade einmal 21 Jahre alt, hat aber schon einiges vorzuweisen. Der Niederländer weiß ganz genau, welche Hürden ein junger DJ im harten EDM-Business überwinden muss, um erfolgreich zu sein. Nun hat er uns exklusiv seine Ratschläge für Newcomer verraten!

Mike Williams gibt Tipps für junge DJs

Der niederländische DJ hat mit 14 angefangen, Musik zu produzieren. Mutig zu sein und die Musik auch an Labels oder Artists zu verschicken, fiel ihm damals allerdings sehr schwer. Zu groß war die Angst, kein gutes Feedback zu bekommen.

Rückblickend weiß der heute 21-Jährige allerdings, wie wichtig es ist, nicht aufzugeben. „Verschickt eure Songs einfach. Was kann euch schon groß passieren?“, sagt Mike und ergänzt: „Ihr könnt am Ende nur gewinnen.“ Er hätte oft hilfreiche Tipps und Vorschläge bekommen, wie er einen Song noch besser machen könne. Die Rückmeldungen erfahrener Artists und Produzenten haben Mike Williams also eher geholfen, als dass sie ihn in irgendeiner Form eingeschüchtert hätten.

Mike hat eine enge Beziehung zu seinen Eltern und seiner Schwester Michelle, die ihn auch oft auf Tour begleitet. Er kann nachvollziehen, dass junge DJs Angst haben, dass die Familie den Jobwunsch „DJ“ nicht unbedingt gutheißen. Sein Tipp:

„Involviert eure Eltern bei allem, was ihr tut. Spielt ihnen eure Songs vor, nehmt sie mit zu euren ersten Auftritten, zeigt ihnen, was ihr für Feedback in den sozialen Netzwerken bekommt – nur so merken sie, dass ihr es wirklich erst meint und dafür brennt“.

Natürlich sei DJ vielleicht nicht der Job, den sich Eltern für ihre Kinder wünschen. Wenn sie aber sehen, dass man damit wirklich Geld verdienen kann und es aus Leidenschaft macht, dann unterstützen sie das Vorhaben auch, ist sich der DJ sicher. Schließlich spricht Mike in dieser Sache aus Erfahrung. Er hat seine Eltern von Anfang an mit eingebunden. Von Anfang an haben sie ihren Sohn unterstützt.

Seine Eltern erden ihn immer wieder

Heute ist der Niederländer erfolgreich, hat weltweit Auftritte. Das Gefühl, dass seine Eltern hinter ihm stehen macht für ihn vieles einfacher. „Ich fühle mich sicherer“, sagt er. Seine Eltern erden ihn immer wieder und machen ihm genauso deutlich, dass der Erfolg, den Mike zurzeit genießt, genauso schnell vorbei sein kann, wie er angefangen hat.

Nervosität, Aufregung, Angst – Mike weiß heute noch ganz genau, wie er sich zu Beginn seiner Karriere etwa vor Interviews oder vor allem vor seinem ersten Auftritten gefühlt hat. „Ich war so schüchtern. Ich habe zu meiner Schwester gesagt, ich gehe nicht auf die Stage. Ich werde das einfach nicht tun“, sagt Mike und lacht dabei.

Aber mit der Zeit wachse man an seinen Erfahrungen, man werde routinierter. Mittlerweile kann er aus Überzeugung sagen:

„Auf der Stage bin ich eine andere Person. Ich vergesse um mich herum alles und bin total energiegeladen“.

Weil Mike genau weiß, dass die Aufregung irgendwann besser wird, rät er allen jungen DJs: „Seid nicht ängstlich. Ihr macht das schon. Augen zu und durch. Im Grunde ist es das geilste Gefühl, was ihr haben könnt.“

Privat ist Mike ganz und gar nicht so selbstsicher und energiegeladen wie auf der Stage. „Ich bin eher ein ruhiger Typ“, sagt er. So selbstbewusst wie sich Mike heute gibt, war er keinesfalls von Anfang an. Im Gegenteil.

Mike Williams

„Mit der Erfahrung kommt die Sicherheit“, sagt der 21-Jährige. „Je häufiger ihr etwas macht, umso besser wird es.“ Auch Gespräche mit Labels, Interviews und Marketingcampagnen waren vor zwei, drei Jahren - als Mike mit seiner Karriere begonnen hat - keinesfalls leicht für ihn. Auch das habe sich mit der Zeit geändert. Heute sei das ein Kinderspiel für ihn.

Hardwell und Mike Williams

Und wie geht man als Profi mit Lob und Komplimenten um?

Bei Mike hängt vieles davon ab, wer die Komplimente macht. „Von Menschen, die dir nahestehen, also Familie und Freunde, will man natürlich auch mal etwas  zur Person, Charakter oder Aussehen hören. Also es hängt immer ganz davon ab, wer das Kompliment macht“, sagt der junge DJ und ergänzt: „Mich macht es aber auch sehr stolz, wenn Fans heraushören, dass sich der Stil meiner Musik weiterentwickelt“, sagt der DJ.

Mike Williams und Tiesto

Mike Williams hatte die Chance zu Beginn seiner Karriere viel mit Tiesto zu arbeiten. Was aber, wenn junge DJs diese Möglichkeit nicht haben? Die Community ist groß. Gerade die DJ-Szene ist hilfsbereit und immer darauf bedacht, neue Talente zu fördern und zu unterstützen. Nicht ohne Grund gibt es immer mehr DJs, die in Tutorials erklären, wie Songs entstehen, wie man professionell DJ wird und was man beachten muss, um nicht zu scheitern.

„Man ist nicht alleine. Große Artists freuen sich auch immer, wenn sie Songs von unbekannteren oder kleineren DJs spielen können, denn dann fragt sich die Crowd: Was ist das für ein guter Song? Die Songs der großen Künstler kennen die meisten ja sowieso schon."

Am Ende eines sehr intensiven Gesprächs über die Anfänge seiner noch so jungen Karriere sagt der Niederländer noch einmal ganz deutlich: „Schickt den Artists eure Musik. Fallt auf und bleibt immer ihr selbst, dann klappt das schon.“

Credits: Spinnin Records, Mike Williams

Schon gewusst..?

Am letzten Tag des diesjährigen Amsterdam Dance Events hat Mike Williams im Jimmy Woo seine eigene Show veranstaltet. Dort haben unter Anderem seine Freunde und DJ Kollegen Justin Mylo, Mesto, Brooks und Jay Hardway aufgelegt. Für die meisten Fans war allerdings der Überraschungsauftritt von Hardwell das Highlight des Abends. Der hatte zwei Tage zuvor im Ziggo Dome eigentlich seine vorerst letzte Show gespielt. Vollkommen abwegig war das spontane Erscheinen der zweifachen Nummer 1 der DJ Mag Top 100 allerdings nicht. Schließlich datet der Revealed-Labelboss Gerüchten zufolge Williams' Schwester!

Katrin

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29.10.18 17:45