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Bassnectar beendet seine Pause und stößt sofort die nächste Szene-Debatte an

Bassnectar beendet seine Pause und stößt sofort die nächste Szene-Debatte an

Bassnectar will offenbar 2026 wieder sichtbarer werden. Mit einem neuen Statement auf Instagram erklärt der umstrittene US-Produzent seine Pause für beendet und greift damit ein Thema auf, das in der elektronischen Szene bis heute für Gesprächsstoff sorgt.

Mehr als nur ein neues Lebenszeichen

Bassnectar ist zurück – zumindest mit einer Botschaft, die genau so verstanden werden soll. In einem neuen Statement erklärt Lorin Ashton, dass er seine Pause beendet habe, und spricht von „new beginnings and re-awakenings“ im Jahr 2026. Bei kaum einem anderen Namen reicht ein solcher Satz, um sofort wieder für Spannung in der Szene zu sorgen.

Denn diese Nachricht steht nicht für einen normalen Neustart. Bassnectar war einst eine der prägendsten Figuren der US-Bass-Szene mit einer riesigen Fanbase, enormer Live-Präsenz und einem Einfluss, der weit über einzelne Tracks hinausging. Gleichzeitig ist sein Name seit Jahren untrennbar mit schweren Vorwürfen verbunden, aufgrund derer er im Juli 2020 seine Karriere auf Eis legte. DJ Mag Germany hatte damals über seinen Rückzug berichtet, nachdem Anschuldigungen laut geworden waren, er habe sich gegenüber minderjährigen Fans in unangemessener sexueller Weise verhalten.

Dass die Reaktionen auf dieses neue Statement sofort wieder einsetzen, überrascht deshalb nicht. Hier geht es nicht nur um einen Künstler, der sich zurückmeldet, sondern um die Frage, wie eine Szene mit einer Figur umgeht, deren öffentliche Geschichte seit Jahren belastet ist.

Auch der weitere Kontext schwingt mit. Bereits 2021 hatte DJ Mag Germany über eine Klage gegen Bassnectar und sein Management berichtet, in der unter anderem sexueller Missbrauch und Menschenhandel thematisiert wurden. Wie Billboard im Februar 2025 berichtete, wurde das Zivilverfahren nach einer privaten Einigung beendet. All das verschwindet aber nicht einfach so, nur weil nun von einem neuen Anfang die Rede ist.

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Neu ist diesmal vor allem der Ton. Das wirkt nicht wie ein loses Update oder ein vorsichtiges Austesten, sondern wie ein bewusster Schritt zurück in die Öffentlichkeit. Offiziell bestätigte Tourdaten, angekündigte Projekte und ein konkreter Fahrplan gibt es noch nicht. Trotzdem deutet die Wortwahl darauf hin, dass es nicht bei diesem einen Beitrag bleiben soll.

Für manche Fans dürfte dies wie die Rückkehr einer lang verehrten Schlüsselfigur wirken. Für andere ist schon die Vorstellung eines solchen Wiedereinstiegs schwer auszuhalten. Wenn Bassnectar 2026 tatsächlich wieder stärker in der Öffentlichkeit präsent ist, wird die Debatte darüber nicht kleiner werden, sondern erst richtig neu beginnen.

Fotocredit: Rukes

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