Amphoria 2026: Kevelaer wird zur Pilgerstätte für Techno-Enthusiasten

Amphoria 2026: Kevelaer wird zur Pilgerstätte für Techno-Enthusiasten

Dort, wo seit Jahrhunderten Stille herrscht und Pilger nach Einkehr suchen, steht am 29. August 2026 eines im Mittelpunkt: Musik, Gemeinschaft und kollektive Erfahrung. Das Amphoria Open-Air Festival nutzt die besondere Atmosphäre der Wallfahrtsstadt Kevelaer bewusst als Kontrastfläche für ein intensives Bass-Gewitter. Hier geht es nicht um Inszenierung oder Kommerz, sondern um das gemeinsame Erleben – laut, direkt und kompromisslos.

Bass statt beschaulicher Idylle

Kevelaer steht für Geschichte, Tradition und spürbare Entschleunigung. Das Amphoria Open-Air hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Ruhe mit einer ordentlichen Portion Hochdruck-Techno bewusst zu kontrastieren. Drei Jahre lang diente das lokale Bühnenhaus als Brutstätte für diesen Sound, bis die Wände buchstäblich schwitzten. Der Schritt unter freiem Himmel im vergangenen Jahr war kein Abschied von der Stadt, sondern die Zuspitzung ihrer neuen, wilden Seite.

2026 wird das Open-Air-Gelände zur Forest Stage – ein Ort, an dem rund 5.000 Menschen kollektive Erfahrungen suchen und sich im Rhythmus verlieren.

Keine Kompromisse an den Decks

Wer die Reise nach Kevelaer antritt, sucht keine seichte Unterhaltung, sondern maximale akustische Intensität. Mit Thomas Schumacher steht eine echte Techno-Institution im Wald, die seit Jahrzehnten den Sound des Undergrounds weltweit prägt. Wie kaum ein anderer versteht er es, eine Masse in einen kontrollierten kollektiven Rausch zu führen.

An seiner Seite steht Felix Kröcher, der nach seinem fulminanten Set im Vorjahr zurückkehrt und den eingeschlagenen Kurs konsequent fortsetzt. Während Frank Sonic für kompromisslosen Vorwärtsdruck steht, bringen Marc Vision und Karla Blum zusätzliche Tiefe ins Programm. Marc Vision hypnotisiert mit Progressive-, Deep- und Melodic-Einflüssen, während Karla Blum jenen düsteren, treibenden Techno liefert, durch den sie auch auf großen Festivals wie dem Parookaville zur Ausnahmeerscheinung geworden ist. Gemeinsam entsteht ein Line-up, das die Stadtmauer akustisch zum Vibrieren bringt.

Lokale Rebellion als pulsierendes Herzstück

Während auf der Mainstage internationale Schwergewichte dominieren, ist die Local Party Stage das roheste und energiegeladenste Herzstück des Festivals. Abseits großer Markenlogiken und durchgetakteter Eventformate lebt das Amphoria dabei vor allem vom Miteinander. Von Künstlern, Crew und Publikum auf Augenhöhe. Hier zeigt sich, dass die Region ein junges, hungriges Gesicht hat.

Mit Hochpotent übernimmt hier unter anderem eine Künstlerin das Zepter, die mit kompromisslosem Hard Techno die Crowd in Ekstase versetzt. Den Gegenpol setzt Nitrax, der als musikalischer Grenzgänger mühelos Brücken zwischen treibenden Grooves, Techno und härteren Sounds schlägt. Auch Romi Nation und Jos & Lenn werden ihre Beats auf die Bühne bringen.

Infrastruktur des Exzesses

Ein 12-stündiger Rave in einer traditionsreichen Stadt verlangt nach einem durchdachten Set-up. Durch die Zusammenarbeit mit dem Team von Herr Lehmann wird sichergestellt, dass die Streetfood-Meile und die Drink-Areas dem hohen Anspruch der Musik gerecht werden.

High-End-Sound, eine beeindruckende Licht- und Lasershow sowie ein stimmiges Gesamtkonzept lassen den Himmel über Kevelaer in neuem Licht erstrahlen. Das Amphoria Open-Air 2026 ist kein gewöhnliches Event, sondern ein bewusst gesetzter Kontrapunkt zum Stillstand, an dem Musik, Natur und Menschen zu einer einzigen, pulsierenden Masse verschmelzen.

Weitere Infos und Tickets gibt es unter amphoria-kevelaer.de.

Fotocredit: Amphoria


Anastasia Jakimowicz

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