Wie finden neue Talente ihren Platz in der elektronischen Musik – und wie können unabhängige Veranstalter wachsen, ohne ihre Identität zu verlieren? Mit dem Map Point Summit wollen das Amsterdam Dance Event und EDC-Veranstalter Insomniac dafür einen neuen Treffpunkt schaffen. Die erste Ausgabe ist für Mai 2027 in Las Vegas geplant.
Drei Tage zwischen den EDC-Wochenenden
Während sich die elektronische Musikwelt gerade in Amsterdam trifft, richtet sich der Blick bereits auf Las Vegas. Das Amsterdam Dance Event und Insomniac haben beim ADE ihre Zusammenarbeit für den neuen Map Point Summit vorgestellt. Die dreitägige Konferenz soll im Mai 2027 im Virgin Hotels Las Vegas stattfinden. Angesprochen sind Artists, kreative Nachwuchstalente, unabhängige Veranstalter und Menschen, die bereits seit Jahren in der Branche arbeiten.
Der Termin liegt zwischen den beiden EDC-Wochenenden: „Dusk“ findet vom 14. bis 16. Mai statt, „Dawn“ folgt vom 21. bis 23. Mai. Insomniac erweitert das Festival 2027 um ein stadtweites Programm mit Partys, Kunst und weiteren Veranstaltungen. Der Summit wird Teil dieses größeren Rahmens.
Die Menschen hinter den Partys sollen im Mittelpunkt stehen
Eine eigene Partyreihe aufbauen, erste Kontakte knüpfen, aus einer musikalischen Idee ein tragfähiges Projekt machen: Für vieles davon gibt es keinen vorgezeichneten Weg. Genau hier soll der Map Point Summit ansetzen. Geplant sind Workshops, Gespräche, Bildungsangebote und Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu kommen.
Insomniac-Gründer und CEO Pasquale Rotella stellte das Vorhaben während seines ADE-Gesprächs mit Billboard-Journalistin Katie Bain vor. Unter dem Titel „The Future of Rave Culture and Why It Needs Its Own Industry“ ging es unter anderem um die Herausforderungen unabhängiger Veranstalter und darum, welche wirtschaftlichen Strukturen die Szene für ihre Zukunft braucht.
„Rave-Kultur wurde von Ravern für Raver aufgebaut“, erklärt Rotella. Mit dem Wachstum der Szene werde es aus seiner Sicht wichtiger, ihre ursprünglichen Werte zu bewahren. Er wolle unabhängige Veranstalter unterstützen, Wissen weitergeben und Chancen für die nächste Generation schaffen.
Das ist auch der erklärte Anspruch der Konferenz: Menschen zusammenbringen, die voneinander lernen können – vom ersten eigenen Projekt bis zur langjährigen Veranstaltungserfahrung. Das ADE bringt dafür seine Arbeit mit Konferenzen und Nachwuchsprogrammen ein, Insomniac die Erfahrung aus Festivals und anderen Live-Veranstaltungen.
Der Name erinnert an die Suche nach dem nächsten Rave
„Map Point“ greift eine Praxis aus den frühen Tagen der Underground-Rave-Kultur auf. Wer zu einer Party wollte, bekam die genaue Adresse mitunter erst an einem vorher vereinbarten Treffpunkt. Dort wurden Wegbeschreibungen oder Karten zur eigentlichen Location ausgegeben.
Für die neue Konferenz bekommt dieser Gedanke eine andere Bedeutung: Der Treffpunkt soll Menschen helfen, ihren eigenen Weg in die elektronische Musik zu finden. Gleichzeitig wollen die Veranstalter darüber sprechen, wie gemeinschaftlich organisierte Events ihre Eigenständigkeit bewahren können, wenn die Szene um sie herum größer wird.
Programm und Ticketinformationen folgen
Welche Speaker und Workshops zur Premiere gehören, ist noch nicht bekannt. Auch die genauen drei Veranstaltungstage und die Ticketpreise nennt die Ankündigung bislang nicht. Wer die Entwicklung verfolgen möchte, kann sich auf der offiziellen Website des Map Point Summit für weitere Informationen registrieren. Programm und Ticketdetails sollen in den kommenden Monaten folgen.
Fotocredit: Tom Doms

Autor
Franz Beschoner
Head of Editorial / franz@djmag.de




