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Verrückt: Festival macht aus Exkrementen erneuerbare Energien

Verrückt: Festival macht aus Exkrementen erneuerbare Energien

Fun Fact

Im alten Rom wurde Menschen dazu geraten, ihren Mund mit Urin zu spülen. Mag zwar seltsam klingen, war aber zur damaligen Zeit ein gängiges Mittel, um sich die Zähne zu bleachen. Kein Scherz! Gott sei Dank gibt es heute bessere Methoden, um sein Gebiss strahlen zu lassen...

Marie

Marie

Autorin

 

M:[email protected]


Das Reading Festival in Großbritannien machte es sich in Zusammenarbeit mit einem Wasserunternehmen zur Aufgabe, die Exkremente seiner Besucher zu sammeln und sinnvoll zu verwerten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – denn aus Urin und Co. wurden erneuerbare Energien gewonnen. Aber wie genau funktioniert das?

Beim Reading Festival wurde nichts verkackt!

Erst vor kurzem hat das Reading Festival in England eine ziemlich schräge Aktion umgesetzt. Das Musikevent sammelte nämlich in Zusammenarbeit mit Thames Water, einem privaten Wasserunternehmen, den Urin und Kot seiner Festivalbesucher. Ja, ihr habt euch nicht verhört!

Während des Festivals wurden die Fäkalien der Festivalbegeisterten jeden Tag von 6 Uhr morgens bis 10 Uhr abends in neun Tanks mit je 19.000 Liter Fassungsvermögen angehäuft. So konnten laut Schätzungen von Thames Water insgesamt 750.000 Liter an Urin und Co. für den „guten Zweck“ aufbewahrt werden.

„Reading Festival is one of the biggest events in our calendar, but we're raring to go. We'll be working 16 hours a day for five days, collecting and treating a total of 750,000 litres of sewage from the site's toilets.“

Dieses Jahr traten dort übrigens Künstler wie Bastille, Dillon Francis, FISHER, Post Malone, The 1975, Twenty One Pilots und viele mehr auf – und so sah das Ganze aus.

Das Credo: Aus Scheiße Gold machen!

Um im wahrsten Sinne des Wortes die „Scheiße“ in Gold zu verwandeln, wurde aus einem Nebenprodukt der Exkremente Gas gefiltert. Die dabei entstandenen erneuerbaren Energine können laut Thames Water zwei Haushalte mit ausreichend Energie für ganze zwei Tage versorgen. Krass, oder? 

Doch leichter gesagt als getan, denn der Filterungsprozess ist kein Kinderspiel. Laut Andrew Glover, einem Vertreter von Thames Water, hinterlassen einige Festivalbesucher nämlich nicht nur ihre Exkremente in den Toiletten. In den vergangenen Jahren wurden in den Klos unter anderem Handys, Bierdosen oder auch Kleidungsstücke gefunden – und genau das sei schädlich für die Filteranlagen. Daher ein Wink an alle Festivalbesucher: Immer nur die drei "P's" herunterspülen. Pee, Poo und Paper.

„Festival loos are infamous for their pong but it’s amazing to see what else people flush down there each year. We’ve previously had to drag out tents, sleeping bags and foil blankets, along with smaller items like mobile phones, beer cans and clothes so they don’t clog up our machines.“

„We're therefore urging festival-goers to only put the three Ps down the loos - pee, poo and paper - and not to flush any other objects or rubbish down there.“

Was sagt ihr zu der Aktion? Schräg oder genial? Lasst es uns doch in den Kommentaren wissen! Wir freuen uns auf eure Meinung!

Fotocredits: Elvert Barnes (CC BY-SA 2.0)

Fun Fact

Im alten Rom wurde Menschen dazu geraten, ihren Mund mit Urin zu spülen. Mag zwar seltsam klingen, war aber zur damaligen Zeit ein gängiges Mittel, um sich die Zähne zu bleachen. Kein Scherz! Gott sei Dank gibt es heute bessere Methoden, um sein Gebiss strahlen zu lassen...

Marie

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28.08.19 14:54