Trotz Hörbehinderung wieder Musik hören
Culture

Genial: So funktionieren Musikevents für Menschen mit Hörbehinderung

Genial: So funktionieren Musikevents für Menschen mit Hörbehinderung

Wusstest du schon...!?

Hättest du das gedacht? Weltweit ist nicht bekannt, wie viele Arten von Gebärdensprachen es gibt. Laut Studien aus dem Jahr 2013 könnte es fast 137 geben – allerdings sind dabei keine Dialekte miteinbezogen. Alleine in der Schweiz soll es über zwölf Dialekte geben.

Marie

Marie

Autorin

 

M:[email protected]


Für viele ist es ganz normal jeden Tag Musik zu hören, sei es im Auto, auf dem Festival, oder auch beim Ausgehen. Doch was, wenn man keine Musik hören kann, weil man eine Hörbehinderung hat? Diesem Problem hat sich nun ein amerikanisches Unternehmen angenommen und Musik durch eine innovative Idee erlebbar gemacht.

Musik erleben

Erst vor wenigen Monaten hat das Life is Beautiful Festival stattgefunden – tausende Musikbegeisterte hat es zu dem Musik-Event der Extraklasse gezogen. Dieses Jahr hatten die Veranstalter allerdings noch eine ganz außergewöhnliche Idee für die Festivalbesucher in petto: Es gab ein Konzert, das auch für Menschen mit Hörbehinderung zugänglich gemacht wurde.

Zusammen mit Not Impossible Labs und Avnet wurden Kits kreiert, die es ermöglichen Musik durch Vibrationen wahrzunehmen – je nach Bedarf, können die Vibrationen auch individuell verstellt werden. Die Music: Not Impossible Armbänder und Jacken basieren auf den neuesten Technologien auf diesem Gebiet und sollen dazu beitragen, mehr taube Menschen in die Musikszene miteinzubeziehen. Eine Menge Energie wurde investiert, um das Unterfangen umzusetzen, doch es hat sich gelohnt, wie Kevin Sellers ein Vertreter von Avnet angibt.

...and then you see it all comes together and the devices, they fit beautifully, they are light, we’ve tested them, they work great.“

Wie kam es zu der Idee?

Mick Ebeling, CEO von Not Impossible Labs, ist ein Freund des "Unmöglichen". Er möchte Menschen helfen, an die nicht so schnell gedacht wird und damit einen Nieschenmarkt bedienen - frei nach seinem Motto: „Helping one to help many.“. Warum also nicht ein Konzert veranstalten, bei dem sowohl Hörende, als auch Nicht-Hörende teilnehmen können? Viele Konzertgänger waren nach dem Festival zu Tränen gerührt, die Freude über das Erlebnis war unermesslich.

„It made me cry. It was awesome.“

„Everybody started dancing, like, oh my gosh, that’s amazing. I can dance too.“

Genau wie Not Impossible Labs hat auch die Getränkemarke 7Up zusammen mit Martin Garrix ein ähnliches Event im Jahr 2016 umgesetzt. Der damals 20-Jährige performte für Menschen mit Hörbehinderung in einem Club und war maßgeblich an dem Umsetzungsprozess beteiligt – auch er rührte durch seinen Auftritt viele zu Tränen.

Es scheint wohl so, als ob immer mehr Veranstalter im Musikgeschäft darauf aufmerksam werden, dass das Hören von Ton und Stimme ein Privileg ist. Zukünftig bleibt nur zu hoffen, dass es mehr von diesen Events gibt und somit eine Inklusion von Menschen mit Hörbehinderungen auf Festivals oder in Clubs stattfindet. Denn egal, ob hörbeinträchtigt oder nicht, Musik hört doch jeder Mensch gerne. 

Wusstest du schon...!?

Hättest du das gedacht? Weltweit ist nicht bekannt, wie viele Arten von Gebärdensprachen es gibt. Laut Studien aus dem Jahr 2013 könnte es fast 137 geben – allerdings sind dabei keine Dialekte miteinbezogen. Alleine in der Schweiz soll es über zwölf Dialekte geben.

Marie

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26.01.19 13:33