News

Endlich wieder feiern: Manager hoffen auf viele Veranstaltungen im Herbst

Endlich wieder feiern: Manager hoffen auf viele Veranstaltungen im Herbst

Staff

Staff

Unsere Redaktion

 

M:[email protected]


Geimpfte und Genese dürfen wieder feiern – das gilt zum Beispiel in Berlin. Die Clubs sind seit September wieder offen. Ein negativer Test reicht nicht aus, doch mit Impfung oder nachweislicher Genesung sind geschlossene Räume wieder zugänglich. Auch Festivals durften in den letzten Monaten wieder stattfinden. Das stimmt Eventmanager in ganz Deutschland positiv. Sie hoffen, dass größere Veranstaltungen in diesem Herbst wieder möglich sein werden.

Mehr Druck auf Impfverweigerer und Ungeimpfte

In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens wird es ab jetzt schwieriger, ohne Impfung am Geschehen teilzunehmen. Tests werden teurer, vielerorts ist sogar die 2G-Regel geplant. Wer also Festen und Events in Innenräumen beiwohnen möchte, muss entweder tiefer in die Tasche greifen oder nachweisen, dass er oder sie geimpft beziehungsweise genesen ist. Lockerungen sind nur dann denkbar, wenn die 7-Tage-Inzidenz dauerhaft niedrig bleibt. Das ist in Deutschland aktuell aber nicht der Fall.

Einigen Menschen gefällt das nicht, Eventmanager freuen sich allerdings, dass endlich wieder Veranstaltungen möglich sein werden. Über ein Jahr mussten sie nun um die Zukunft der Festivals, Clubs und anderen Großveranstaltungen bangen. Der Veranstalter Bernd Breiter ist ein gutes Beispiel dafür, wie Corona die Pläne vieler Organisatoren im letzten Jahr durchkreuzte: Breiter ist bekannt für seine verrückten Elektro-Feiern. Gefeiert wird in Kirchen oder Flugzeugen, auf Schiffen oder in alten Vulkan-Kratern. Zu den prominenten DJs, die auf seinen Partys auflegen, gehören Sven Väth, David Guetta und Robin Schulz.

Wurden im letzten Jahr alle Events storniert, darf man sich jetzt langsam wieder optimistischer zeigen: So durfte zum Beispiel das „World Club Dome“-Festival in Frankfurt stattfinden. Zwar wurden die Teilnehmerzahlen reduziert, bis zu 12.000 Menschen konnten dort aber dennoch feiern. Es galt die 3G-Regel. Wer feiern wollte, musste also einen negativen Test vorweisen sowie geimpft oder genesen sein. Ein Test durfte am Eingang gemacht werden. So verhielt es sich im Spätsommer auch mit anderen Festivals in Deutschland: Nur, wessen Test negativ war, durfte das Gelände betreten. Für die Teilnehmer bedeutete das, dass sie mitunter recht lange warten mussten. Nicht selten dauerte es aufgrund des großen Andrangs dann doch einige Stunden, bis man auf das Gelände gelassen wurde. Wer zudem bereits auf dem Gelände war und sein Ergebnis mit Verzögerung bekam, wurde akribisch gesucht. Festivalbesucher berichten von Veranstaltungen, bei denen die Musik ausgeschaltet und Menschen ausgerufen wurden. Dass die Veranstalter damit ein klares Zeichen setzten und sich an die Regeln halten wollten, ist verständlich. Allzu lange hatten sie jetzt ausharren müssen, bis größere Veranstaltungen endlich wieder möglich waren.

Großveranstaltungen mit vielen Auflagen

Veranstalter müssen jetzt umfangreiche Infektionsschutz- und Hygienekonzepte auf den Weg bringen, um wieder mitmischen zu dürfen. Dass das funktionieren kann, haben einige große Events in den letzten Monaten gezeigt. Zwar ist die Teilnehmerzahl noch immer begrenzt, doch es dürfen wieder mehrere tausend Menschen zum Feiern zusammenfinden. Gesetzt wird auf die 3-G-Methode, Masken, wo sie nötig sind, und moderne Tests, die für alle Teilnehmer verpflichtend sind. Auch wird versucht, kontaktloses Zahlen möglich zu machen. Im Internet sind wir es gewohnt, über verschiedenste moderne Zahlungsmethoden unsere Geschäfte abzuwickeln. Die Zahlungsoption Pay and Play ist ein gutes Beispiel dafür, wie schnell wir uns online an neue Bezahlweisen gewöhnen. Offline sind die Menschen allerdings nach wie vor weniger empfänglich für alternative Zahlungsmethoden. Erst die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, dass es doch anders geht. Am liebsten haben wir mit Bargeld bezahlt, doch im Supermarkt wird jetzt vermehrt die Karte gezückt. Für jüngere Menschen ist das dabei weniger ein Problem als für ältere. Dennoch: Bargeld haben wir fast immer in der Tasche. Auf Festivals konnte diesen Sommer dann aber zum Beispiel auch mit dem Smartphone gezahlt werden – oder es gab Chips, die aufgeladen und dann zur Bezahlung genutzt werden konnten.

Die Corona-Pandemie hat uns alle also zum Umdenken gezwungen: Alles ist digitaler geworden, es mussten schnell Test- und Hygienestrategien entwickelt werden. Letztlich ist es außerdem die Impfung, die endlich Erleichterung verschafft. Dass die Veranstalter wieder einen Grund zum Feiern haben, freut auch die Teilnehmer. Allzu lang musste man auf Konzerte, Vorträge, Festivals und Clubbesuche verzichten.

Aktuell gilt also: Es darf wieder getanzt, getrunken und gefeiert werden. Maske und Abstand gibt es oft nicht mehr, das haben wir beispielsweise bei den Cluberöffnungen in Berlin gesehen. Wer ungeimpft ist, hat in Berlin aber keine Chance auf die Teilnahme. Die Türsteher akzeptieren nicht einmal mehr nur den PCR-Test. Für einige Menschen wird das ärgerlich sein, grundsätzlich bringt diese Regelung aber auch Vorteile. Denn all die komplizierten Regeln, mit denen wir uns im letzten Jahr herumärgern mussten, fallen nun weg. Es gibt stattdessen eindeutige Regeln, an denen sich alle orientieren können. Wer die Kriterien erfüllt, kann drinnen ohne Maske feiern.

Obwohl die Regeln für mehr Klarheit stehen, sind nicht alle Veranstalter zufrieden damit. Viele hätten sich gewünscht, eine derartige Spaltung der Gäste umgehen zu können. Gern hätte man auch negative PCR-Tests akzeptiert. Eine Maskenpflicht lehnen die meisten Veranstalter für Innenräume dagegen ab.

Es zeigt sich also: Die aktuellen Entwicklungen sind nicht nur positiv zu bewerten. Auch im Bereich der Veranstaltungen ist zu beobachten, wie angespannt die Lage in Deutschland aktuell ist. Die Gesellschaft wird in zwei Lager unterteilt, es gibt die Geimpften, die viele Vorteile genießen, sowie die Ungeimpften, die in den nächsten Monaten immer mehr ausgeschlossen werden könnten. Trotzdem ist es alles in allem ein guter Schritt, endlich wieder Veranstaltungen zu ermöglichen. Viel länger hätten sich die Veranstalter kaum gedulden wollen oder können – und auch die Menschen freuen sich darüber, endlich wieder etwas mehr Leichtigkeit und Normalität zurückbekommen zu haben.

Fotocredit: Unsplash

Staff

Staff

Unsere Redaktion

 

M:[email protected]


zurück
13.09.21 15:22